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Bei Cosy - 2017 in Amsterdam

16. Juni bis 8. Juli 2017
Beginn: 17:00

Philipp Gufler and Richard John Jones 

Bei Cosy

16th June – 8th July 2017

Open every Friday and Saturday from 5-11pm

Bei Cosy is a somewhere between an exhibition, a bar and a costume party, taking place over 4 weeks in the belly of RONGWRONG. The project will feature a roster of invited artists hosting events every Friday and Saturday night and a series of newly commissioned works entitled Fingerbekenntnisse. Taking its name from a celebrated bar in Munich run by the artist Cosy Pièro from 1962-82, the project will pay homage to her work, the significance of her bar and its active position in the sexual politics of the time.

Although many of the patrons of Bei Cosy are today celebrated figures or have faded into obscurity – together they represent an essential yet fragile history, a complex interwoven web of art, sex, inclusion/exclusion, gender identity and sociability. It is these moments that become ‘lost’ or forgotten within mainstream historical accounts. This new Bei Cosy is intended to critically address the role social spaces play in our social, sexual, artistic and political lives – creating a new context for particular histories and archival material to emerge amongst new works and an intergenerational community of artists.

The concept of Bei Cosy is by Philipp Gufler and Richard John Jones in collaboration with Cosy Pièro, Sands Murray-Wassink and Laurie Cluitmans.

Fingerbekenntnisse

Invited Artists:

AA Bronson, Johannes Büttner,? Johanna Gonschorek, Philipp Gufler, Rosie Hastings and Hannah Quinlan, Caspar Jade Heinemann, Fabian Hesse, Richard John Jones,? Evelyn Taocheng Wang and Sands Murray-Wassink.

This series of newly commissioned works depart from an infamous series of drawings that Pièro made for her bar that were seized under obscenity laws in Munich in 1963 and were most likely destroyed. The drawings depicted cats with women's heads and huge breasts engaged in a variety of acts with one another. Through the commissions, the invited artists have been asked to respond to these lost works of Pièro as a gesture of solidarity whilst also reinventing and reimaging these works from their own perspectives.

These Fingerbekenntnisse are shown together with a new work by Pièro in the bar designed specially for Rongwrong by Johannes Büttner, Gufler and Jones.

±±±   Events   ±±±

Laurie Cluitmans, JL Dianthus, Philipp Gufler, Vera Hofmann, Richard John Jones, Sands Murray-Wassink, Julika Rudelius, Camille Wills, Geo Wyeth.

Events hosted by invited artists will be held every Friday and Saturday evening at Bei Cosy.
A full programme will be announced shortly!
special website: http://barchive.website/

 
Made possible with the generous support of the Amsterdam Fonds voor de Kunst and in cooperation with De Ateliers, Amsterdam.

RONGWRONG
Binnen Bantammerstraat 2
1011CK Amsterdam

 

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Mahnmahlseröffnung

27. Juni 2017, Beginn: 18:00

 

Das am 20.11.2014 vom Stadtrat beschlossene Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Lesben und Schwulen wird nun eröffnet!

Damit erhält die Bevölkerungsgruppe der Lesben und Schwulen erstmals ein eigenes Denkmal in München.
Derzeit laufen die Bauarbeiten in der Dultstraße / Ecke Oberanger auf Hochtouren.
Die Künstlerin Ulla von Brandenburg hat für den Erinnerungsort den Standort des heute nicht mehr vorhandenen Schwulenlokals „Schwarzfischer“ in der Dultstraße an der Ecke Oberanger gewählt. Der “Schwarzfischer” stand im Fokus der organisierten Homosexuellenverfolgen der Nationalsozialisten. Am 20. Oktober 1934 fand dort die erste großangelegte Razzia statt, mit der die systematische Verfolgung Homosexueller durch Polizei, Gestapo und Justiz einsetzte.

Das Mahnmal gestaltet sich als farbiges, ca. 70qm großes Bodenmosaik. Unterschiedlich große farbige Steine werden in Form eines Winkels angeordnet, der sich um die Ecke des Gebäudes Oberanger/Dultstraße legt. Das Kunstwerk reagiert damit nicht nur funktional bestmöglich auf den Ort, sondern bildet vor allem durch seine Betretbarkeit für die Passanten eine inhaltliche Tragweite aus. In zwei der farbigen Bodenplatten ist ein rosa Dreieck, das Schwule, und ein schwarzes Dreieck, das Lesben in Konzentrationslagern tragen mussten, eingelassen. Inhaltlich überzeugt das Kunstwerk durch mehrschichtige Lesbarkeit. Zum einen verweist es auf die Auseinandersetzung mit den historischen Ereignissen. Zum anderen kann der farbenfrohe Mosaikteppich auch als Statement für eine heute aufgeschlossene und tolerante Gesellschaft gelesen werden. Es entsteht ein Mahnmal für München, das für ein breites Publikum verständlich und intuitiv zugänglich ist. Durch eine Gedenktafel wird die Geschichte des “Schwarzfischer” und die Unterdrückung, Verfolgung und Ermordung von Lesben und Schwulen nach 1933 erläutert und gegen das Vergessen appelliert.

Oberbürgermeister Dieter Reiter wird das Denkmal der Öffentlichkeit übergeben. Hierfür wird es am 27.06.2017 am Denkmal eine Eröffnungsveranstaltung in Anwesenheit der Künstlerin geben.

Die damalige Pressemitteilung zum Beschluss und weitere wichtige Informationen zur Entstehung gibt es auf der Homepage der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen.

Foto: Christine Bandilla

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Vorankündigung: Festakt zum 150. Jahrestag der Rede Karl-Heinrich Ulrichs

25. August 2017

Festakt zum 150. Jahrestag der Rede Karl-Heinrich Ulrichs auf dem Deutschen Juristentag in München und Jahrestagung des Fachverbands Homosexualität und Geschichte (FHG)

Im Jahr 2017 kann ein besonderes Ereignis der gesellschaftlichen Formierung der bis dahin unterdrückten, ausgegrenzten und verfolgten Minderheitengruppe der Homosexuellen gefeiert werden: Zum 150. Mal jährt sich der Auftritt von Karl Heinrich Ulrichs am 29. August 1867 vor mehr als 500 deutschen Rechtsgelehrten auf dem Münchner Juristentag im großen Saal des Odeons. Seine Forderung war revolutionär, da Ulrichs mit seinem öffentlichen Eintreten für die reichseinheitliche Straffreiheit gleichgeschlechtlicher Beziehungen einen wesentlichen Beitrag zum Bewusstsein für eine rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung der Homosexuellen leistete.

Ulrichs (1825- 1895), Gerichtsassessor im Königreich Hannover, wurde mit Berufsverbot belegt, als seine Homosexualität bekannt wurde. Er ist – wenn man so will - der Urvater der Homosexuellenbewegung, da niemand vor ihm ähnliches gewagt hatte. Es sollten nach seinem Auftreten jedoch noch weitere 30 Jahre ins Land gehen, bis mit der Gründung des Wissenschaftlich Humanitären Komitees durch Magnus Hirschfeld die Basis für eine verstetigte emanzipatorische Homosexuellenvertretung geschaffen wurde. Vier Jahre nach Ulrichs Rede wurde 1871 der § 175 im Strafgesetzbuch verankert. Dessen Geschichte bis hin zur aktuellen Diskussion um eine Entschädigung der Opfer des bis 1994 gültigen Gesetzes, wird im Festakt thematisiert.

Geplantes Programm:

Freitag, 25. August
Ab 19:00 Eintreffen der TeilnehmerInnen der FHG-Tagung im Münchner Schwulenzentrum SUB, Müllerstr. 14. Empfang und gemeinsames Abendessen.

Samstag, 26. August
10:00 – 13:00 Tagung des FHG in den Seminarräumen des NS-Dokumentationszentrums, Briennerstr. 34.

 Vorträge:

  • Maria Bühner  (Kulturwissenschaftlerin, derzeit Mitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig): Im Aufbruch: Die Lesbenbewegung der DDR aus emotions- und körperhistorischer Perspektive
  • Raimund Wolfert (Skandinavist und freier Dozent in der Erwachsenenbildung, Mitarbeiter der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft), Berlin : Ernst Ludwig Driess. In der Tradition Magnus Hischfelds
  • Ariane Rüdiger (Freie Journalistin und Lektorin), München : Der  Münchner Arbeitskreis Lesben und Arbeit – ein Einblick in lesbische Befindlichkeiten „on the job“ in den frühen 1990er Jahren
  • Kirsten Plötz (Freie Historikerin und Geschäftsführerin des Queeren Netzwerks Niedersachsen (QNN) e.V.), Hannover : Zentrale Ergebnisse des Forschungsprojekts über Verfolgung und Diskriminierung im jungen Bundesland Rheinland-Pfalz
  • Matthias Gemählich (Promovend im Fach Geschichte an der Universität Mainz): Die Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit in Nürnberg

13:00 – 15:30    Mittagspause


15:30 – 17:30 Stadtrundgang auf den Spuren von Karl Heinrich Ulrichs,
Treffpunkt: Karl-Heinrich Ulrichs Platz

19:00 – 21:00 Festakt zu Ehren von Karl Heinrich Ulrichs im Vortragssaal des NS-Dokumentationszentrums
Re-Enactment des Auftritts Karl-Heinrich Ulrichs vor 150 Jahren im Münchner Odeon durch Laienschauspieler, unterstützt durch eine Theatergruppe

Sonntag, 27. August
10:00 – 13:00 Mitgliederversammlung des FHG in den Räumen des forum homosexualität münchen, Bayerstr. 77a

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I WANNA GIVE YOU DEVOTION

6. September 2017, Beginn: 19:00

I WANNA GIVE YOU DEVOTION

Eröffnung: Mittwoch, 6. September 2017, 19 Uhr

7. September - 8. Oktober 2017


In seinem Projekt I Wanna Give You Devotion arbeitet Philipp Gufler mit der Poster- und Videosammlung des selbstorganisierten Archivs Forum Homosexualität München e.V., in dem er seit 2013 Mitglied ist. 20 internationale Künstler_innen sind zur Ausstellung eingeladen, die Postersammlung zu befragen, zu erweitern und zu aktualisieren. Diese Weiterschreibungen werden zusammen mit historischen Postern der Sammlung gezeigt. Dadurch wird die Geschichte in die Gegenwart gezogen: aktuelle Diskriminierungen und Ausgrenzungen nicht-heterosexuellen Lebens zeigen sich genauso wie das ungestillte Begehren für nicht-heteronormative Gesellschaften.

MIT NEUEN POSTERN VON MURIEL AICHBERGER, VIRÁG BOGYÓ, JOHANNES BÜTTNER, CINENOVA WORKING GROUP, STEPHAN DILLEMUTH, HOLGER DREISSIG, JOHANNES FEDISCH, PHILIPP GUFLER, RICHARD JOHN JONES, HAMMANN VON MIER, SANDS MURRAY WASSINK, LEO HEINIK, VERA HOFFMANN, ISAAC JULIEN, BYRON KALOMAMAS, KRIWET, LOTHRINGER13_FLORIDA, ANNA MCCARTHY, MIRJA REUTER, PAOLA REVENIOTI, BARBARA SPILLER, ANGELA STIEGLER, RAPHAELA VOGEL, EVELYN TAOCHENG WANG UND DEM X-PATCH COLLECTIVE.

PLATFORM
Kistlerhofstraße 70
81379 München

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Interessantes und Kurioses im April

Erinnerungsdaten aus unserem Forum-Kalender (2012)

Mittwoch, 18. April 1998: Der Karl-Heinrich-Ullrichs-Platz wird eingeweiht

Donnerstag, 19. April 1999: Gründung unseres Vereins, damals noch unter dem Namen Forum Homosexualität und Geschichte München e.V.

Samstag, 28. April 1985: "Vio Rosa", Lesbisch-Schwule-Kulturwoche vom 28. April bis 05. Mai

Sonntag, 29. April 1945: Die Befreiung des KZ Dachau und seiner Außenlager erleben auch über 100 homosexuelle Häftlinge

Montag, 30. April:

Lesbisch: 1977: erste Walpurgisnacht-Demo in München und in anderen deutschen Städten unter dem Motto: "Frauen erobern die Nacht zurück"

Schwul: Seit 2006 Wahl der Maikönigin in der Hans-Sachs-Straße

 

 

Zeitungsartikel in der Abendzeitung über Erich Haas

Die Abendzeitung berichtete am 22.03.2017 über Erich Haas und die jetzt beschlossene Entschädigung für Repressionen und Verhaftungen von Schwulen nach § 175:

Spätes Zeichen: Entschädigung für homosexuelle Justizopfer

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.spaetes-zeichen-entschaedigung-fuer-homosexuelle-justizopfer.1f6efe01-ba2d-448d-8701-ef23dae58137.html

 

 

Seine Autobiographie "...eines Freundes Freund zu sein..." ist über unseren Verein bestellbar.

 

Zeitungsartikel zu unserem erfolgreichen Vortrag am 25.03.2017

Interview mit Erwin in het Panhuis zu schwulen Symbolen im Film.

 Vielen Dank an alle Unterstützer_innen!

 

Stellenausschreibung

Büro Hilfskraft  gesucht
ab sofort, auf Minijob-Basis

für Aufgaben innerhalb des forum homosexualität münchen e.V.

IHRE AUFGABEN ...
o Wahrnehmung von festen Bürozeiten
o diverse Büroarbeiten (z.B. Post-und Emailkommunikation,
Dokumentenorganisation usw.)
o allgemeine Mithilfe z.B. bei Veranstaltungen
o Pflege der forum – Publikationen: Splitter und Lebensgeschichten, sowie mit den Vereinsaktivitäten zusammenhängende Werbung und Internetauftritte


WIR WÜNSCHEN UNS ...
eine engagierte, offene, selbstständige, kontaktfreudige und zuverlässige Persönlichkeit. Sie sollten Organisationstalent und Flexibiltät besitzen, mit Büroverwaltung und der regelmäßigen Benutzung von Microsoft-Office-Programmen und dem Internet vertraut sein.
WIR BIETEN IHNEN ...
eine ruhige und offene Arbeitsatmosphäre und äußerst vielseitige Aufgaben. Ihr Arbeitsplatz ist in der Bayerstraße 77a Rgb / 3. Stock (ohne Lift).

UND JETZT ...
freuen wir uns, wenn Sie sich bei uns melden, uns Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen zusenden.

AnsprechpartnerInnen sind: Albert Knoll oder Christine Schäfer, c/o forum münchen, Bayerstr. 77a Rgb./ III, 80335 München, info@forummuenchen.org.

 

Archiv-Tipp

Passend zum Weltfrauentag am 08.03.2017 möchten wir auf ein vielfältiges Archiv-Projekt aufmerksam machen.

Alles begann mit dem feministischen Filmprojekt "Joanie 4 Jackie", dass die amerikanische Künstlerin Miranda July in den 90ern gegründet hatte, acht Jahre lang lief und sowohl Filmproduktionen von Frauen und Mädchen fördern, als auch die Beschäftigung von Frauen und Mädchen mit Filmen und Medien anregen will.  Über 300 Kurzfilme, Briefe, Plakate, Booklets wurden in diesem Projekt über die Jahre zusammengestellt und im Netz veröffentlicht.


http://www.joanie4jackie.com

Sehr spannend und inspirierend  - unser Tipp zum Weltfrauentag 2017!


 

NEU: Der Film über das Archiv

Das Forum Homosexualität München e.V. stellt sich vor - ein Archiv der Lesben, Schwulen und Transgender in München auf Vimeo, Youtube und Facebook.

Vielen Dank an Linda Strehl für die Regie, Julia Swoboda für die Kamera, Philipp Gufler für den Schnitt und an alle Mitwirkenden!


 

Das Archiv forum homosexualität münchen e.v. ist auf Facebook.

Unser Verein ist jetzt auch auf Facebook. Wir zeigen Euch dort regelmäßig neue Gegenstände aus unserem Archiv und halten Euch über unsere Veranstaltungen auf dem Laufenden. Folge uns!


 

 

NEU! Die Aufkleber des forum homosexualität münchen e.v.

Ab sofort bei uns zu beziehen.


 

Lesung mit Corinne Rufli am 15.04.2016

Das forum homosexualität münchen möchte sich herzlich bei Corinne Rufli, ihren Interviewpartnerinnen Karin und Eva sowie den zahlreichen Besucher_innen für einen gelungenen Abend bedanken!


(v.l.n.r. Christine Schäfer (Vorstandsmitglied fhm), Corinne Rufli (Autorin) sowie ihre Gäste Eva Schweizer und Karin Rüegg; Photo von C. Bandilla)


 

fhm-Vorstand Albert Knoll mit André-Delpch-Preis ausgezeichnet

Erst dreimal wurde der Preis des Häftlingskommittées des KZ Dachau zuvor vergeben, nun erhält Albert Knoll ihn für seine Arbeit im Archiv der Dachauer KZ-Gedenkstätte. Wir gratulieren!

Den Namen André Delpch kennt kaum jemand, doch die nach dem ehemaligen KZ-Häftling und langjährigen Vorsitzenden des internationalen Häftlingskommittées des KZ Dachau benannte Auszeichnung ist rar und genießt hohes Ansehen. Die drei bisherigen Preisträger sind Bundeskanzlerin Angela Merkel, die langjährige Gedenkstättenleiterin Barbara Distel und Jos Sinnema für seinen EInsatz für das Gedenken niederländischer KZ-Gefangener. Nun also zu unser aller Freude Albert Knoll, der erst vor kurzem in New York zum "Archivar des Jahres" ernannt wurde und zudem erst kürzlich seinen "Splitter 13" zum Rosa-Winkel-Gedenkstein in Dachau herausgebracht hat. Die Süddeutsche Zeitung  berichtete ausführlich über die Preisverleihung.


 

Neue Funktion auf unserer Homepage!

Der Bibliotheksbestand mit 2414 Titeln ist in einem Datenbanksystem erfasst.

Eine Suchfunktion erlaubt nun auch die Recherche nach Autor_Innen, Titel, Verlag und Erscheinungsjahr direkt auf unserer Homepage unter "Archiv - Bibliothek".

Wir freuen uns sehr über diese neue benutzerfreundliche Möglichkeit, unsere Bestände einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und wünschen viel Spaß beim Suchen und Finden!

Zu den Öffnungszeiten und nach Absprache kann die Bibliothek benutzt werden, bei Interesse bitte Anmeldung per E-Mail: info(at)forummuenchen.org oder telefonisch.


 

Der Splitter des Monats

Der Rosa-Winkel-Gedenkstein. Die Erinnerung an die Homosexuellen im KZ Dachau, Hrsg. Albert Knoll

Verfolgung und Gedenken: „Totgeschlagen – Totgeschwiegen“ lautet der Text auf der Gedenktafel für die Rosa-Winkel-Häftlinge. Es war der Wunsch der Münchner Schwulengruppen, dass diese Tafel aus rosa Marmor 1985 im Museum der KZ-Gedenkstätte Dachau aufgestellt werden würde, um wenigstens einen Hinweis auf die Homosexuellenverfolgung zu geben. Es folgte jedoch ein zehn Jahre dauernder Kampf gegen alte Vorurteile, die unter den Überlebenden des KZ, aber auch unter den Politikern noch lange lebendig waren. Ein steter Druck der homosexuellen Szene, getragen vom Wandel des Zeitgeistes, setzte sich schließlich durch. Nach zehn langen Jahren war endlich das Ziel erreicht, die schwulen Opfer des Konzentrationslagers waren 1995 hinsichtlich des Gedenkens auf einer Augenhöhe mit ihren Leidensgenossen angekommen, die von den etablierten Opferverbänden vertreten werden. Ein neu angefertigter Stein konnte seinen endgültigen Platz im Gedenkraum des Museums in Dachau finden. Anlässlich der Auseinandersetzung um das Gedenken an die lange Zeit verfemte Opfergruppe der Homosexuellen, die vor 30 Jahren begann, beleuchtet ein neues Buch aus der Reihe "Splitter" des Forums die Hintergründe der Verfolgung wie auch das Ringen um ein angemessenes Gedenken und gibt einen Ausblick auf das Münchner Mahnmal für verfolgte Lesben und Schwule, das im kommenden Jahr am Oberanger eröffnet werden wird. Historiker und renommierte Autor_Innen aus der Gedenkkulturforschung kommen in diesem Buch ebenso zu Wort wie Zeitzeugen aus den Schwulengruppen – allen voran HuK (Homosexuelle und Kirche, Regionalgruppe München) und VSG (Verein für Sexuelle Gleichberechtigung) - die sich damals maßgeblich für ein angemessenes Gedenken an die homosexuellen Opfer des KZ Dachau eingesetzt haben. Herausgegeben wird das Buch vom forum homosexualität münchen und dessen Vorsitzenden Albert Knoll, der als langjähriger Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau Einblick in die Akten der 30 Jahre zurückliegenden Ereignisse nahm.

Der Splitter 13 kann über das Forum bezogen werden und kostet 7.- Euro


 

Aktuelle Rezension:

Zu Christine Leidingers "Theorie politischer Aktionen"


 

Aus dem Keller ins Licht des 'Raums für Lesbengeschichte'

"Achtung Lesben"-Schild in das Archiv des Forums Homosexualität aufgenommen. 

In der vergangenen Woche erhielt das Forum Homosexualität das "Achtung Lesben"-Schild. Viele Jahre war es in einem Keller verschwunden. Mitte/Ende der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde es mehrfach auf Lesbendemos und CSD-Paraden gesichtet.

Das Forum freut sich, dass das Schild jetzt zum Bestand des Archivs gehört und in seinen Räumen ausgestellt werden kann und dankt der Spenderin herzlich.

Foto: Albert Knoll, CSD 1995 


 

Philipp Gufler erhält den Bayerischen Kunstförderpreis 2015

Kultusminister Ludwig Spaenle ehrt Philipp Gufler

Am 11.  November erhielt Philipp Gufler aus der Hand von Kultusminister Ludwig Spaenle den Bayerischen Kunstförderpreis 2015.  Gufler wurde für seine Kunst- und Videoarbeiten geehrt, zu denen unteranderem die Video Installation und das gleichnamige Künstlerbuch "Projektion auf die Krise - Gauweilereien in München" gehört, in der er sich kritisch mit dem AIDS-Maßnahmenkatalog des damaligen Kreisverwaltungsreferenten und damit obersten Ordnungshüters Münchens, Peter Gauweiler auseinandersetzt. Mit sichtlicher Freude aber vielleicht etwas in Unkenntnis des Inhalts nahm Spaenle das Geschenk Guflers entgegen. 

 

 Foto:  Steffen Leiprecht


 

Albert Knoll - Archivar des Jahres

Albert Knoll, der Vorsitzende des forum homosexualität münchen e.V., wurde geehrt.

Der Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau, Albert Knoll, ist mit dem "Archivist of the Year Award" ausgezeichnet worden. Knoll nahm den Preis vor kurzem in New York entgegen. Er ist seit 1997 als Archivar an der KZ-Gedenkstätte tätig. "Das ist eine schöne Auszeichnung, über die ich mich sehr gefreut habe", sagt Knoll. "Wir sind ein sehr offenes Archiv und haben nicht so viele Auflagen, wie man es sich bei staatlichen Archiven vielleicht vorstellt." Dass er ausgezeichnet wurde, habe er letztlich Nikolaus Wachsmann zu verdanken. Der renommierte Historiker hatte Knoll für den Award vorgeschlagen. Wachsmann ist Professor in London und veröffentlichte vor kurzem sein Buch "KL", in dem es um die Geschichte der Konzentrationslager geht. Für seine Recherchen hatte er viel mit Knoll zusammengearbeitet, da das Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau eine wichtige Informationsquelle in der Erforschung der Geschichte der Konzentrationslager ist. "Es ist ein tolles Buch, das einem ein Licht aufgehen lässt - selbst mir, als langjährigem Mitarbeiter der Gedenkstätte", sagt Knoll. "Und dazu konnten wir viel beitragen." Der undotierte "Archivist of the Year Award" wird jährlich von der gemeinnützigen Scone-Foundation mit Sitz in New York vergeben. Seit 2005 werden Verdienste um den Erhalt historisch bedeutsamer Dokumente honoriert. Gewürdigt werden außerdem die Förderung des humanitären Dialogs und der Widerstand gegen staatliche Zensurmaßnahmen.  

Quelle: SZ-Magazin vom 3.11.2015


 

RÜCKSCHAU ZU RICHARD JOHN JONES PROJEKT "MOBY DYKE"

Meike Illig und Cosy Pièro im Moby Dyke, Lothringer13_Florida

 

Im August 2015 war Künstler Richard John Jones zu Gast in der Lothringer13_Florida. Im forum homosexualität münchen hat er über das verschwinden schwul, lesbischer und queerer Räume in München recherchiert. Eine Rückschau zu seinem Projekt findet ihr hier.


 

Neue Rezension: Lesbisches Tänzerinnenpaar überlebt 3. Reich


 

Unser neuer Splitter 12:

"Lesben sichtbar machen - Die Arbeit des AK Uferlos Lesbenpolitik, Münchner Lesbenpolitik in den 1990er Jahren" von Ariane Rüdiger


Ende der 1980er Jahre stand es im Freistaat Bayern schlecht um die gleichberechtigte Teilhabe von Lesben und Schwulen am gesellschaftlichen Leben. Es kam zum Konflikt mit der Bayerischen Staatsregierung um die kommunale Finanzierung lesbischer und schwuler Vereine und die gesellschaftliche Rolle homosexueller Menschen in Bayern. Eine wichtige Rolle dabei spielte in München der AK Uferlos Lesbenpolitik. Die Gruppe kämpfte gemeinsam mit anderen Gruppierungen um Gleichbehandlung für lesbische Frauen auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen. Zugleich klärte der AK Uferlos über lesbisches Leben auf - wie sich im Rückblick zeigt mit erheblichem Erfolg.

Über die Autorin:

Ariane Rüdiger, 1958 geboren, lebt und arbeitet seit 1984 als Journalistin und Autorin in München und ist ehrenamtlich beim forum homosexualität münchen e.V. aktiv.

Ab sofort bei uns zu beziehen, Preis: 7,00 €.

 


 

Direktbericht aus den USA

Reaktionen auf die positive Entscheidung des Obersten Gerichtshof der USA zur Lesben- und Schwulenehe: Hier weiterlesen


 

Homosexuelle im Nationalsozialismus
Rundgang zu den Orten der Verfolgung
Anlässlich der Eröffnung des Mahnmals für die in der NS-Zeit verfolgten Schwulen und Lesben soll deutlich werden,
wo im Münchner Stadtbild die Verfolgung stattfand. Schon vor 80 Jahren wählten homosexuelle Männer das Glockenbachviertel zu ihrem bevorzugten Wohnquartier.
Wir zeigen die historischen Orte, die für das schwule Leben im damaligen München von Bedeutung waren und an die heute nichts mehr erinnert.
Der Rundgang endet am neu eröffneten Mahnmal am Oberanger.
 
Rundgangsleiter: Albert Knoll
Treffpunkt: Karl-Heinrich Ulrichs Platz
1. Führung am Sonntag, 2. Juli, Beginn 14 Uhr
2. Führung am Freitag, 14. Juli, Beginn 18 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Keine Teilnahmegebühr, Spenden für den Verein „Forum Homosexualität München e.V.“ werden erbeten.

Bayerstr. 77a RGB III
D- 80335 München

info@forummuenchen.org
Telefon: 089 /23 26 97 94

Öffnungszeiten Büro:
Di 15-18 Uhr und nach Vereinbarung.

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Kommende Veranstaltungen
Di, 27.06. Mahnmahlseröffnung
So, 02.07. GEGENKULTUR – Münchner Independent Magazine
So, 02.07. Homosexuelle im Nationalsozialismus
So, 02.07. Female Makers 3.0 – Workshop „Sniffin Glue“
Di, 11.07. Führung durchs Archiv des forum homosexualität münchen e.V.
Do, 13.07. GEGENKULTUR – Münchner Independent Magazine
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Letzte Änderung: 04.05.2017 (FHM)