forum homosexualität münchen e.V. | forum homosexualität münchen e.V.
 


Schenkung von LeTRa ans Forum

Am 4.7.2017 unterzeichneten die Lesbenberatungsstelle LeTRa und das Forum einen Schenkungsvertrag über die Übergabe von zweieinhalb Metern Ordnern, Dokumenten und Filmmaterial aus den LeTRa-Beständen. Das Forum freut sich sehr über diese wichtigen Archivalien, die einen Zeitraum von über 20 Jahren umspannen, und dankt den Spenderinnen herzlich!

 

Mahnmalseröffnung - Nachlese

 

 

Am 27.06.2017 wurde das Mahnmal in Gedenken an im Nationalsozialismus verfolgten Lesben und Schwulen feierlich der Öffentlichkeit übergeben!

 

 

Das Mahnmal gestaltet sich als farbiges, ca. 70 qm großes Bodenmosaik.

Unterschiedlich große farbige Steine werden in Form eines Winkels angeordnet, der sich um die Ecke des Gebäudes Oberanger/Dultstraße legt.

Hier zum lesenswerten Blogeintrag "Somewhere Over The Rainbow in München … Zur Einweihung des Bodendenkmals für die in der NS-Zeit verfolgten Schwulen und Lesben" von Gabi dos Santos, und Kernausschnitten vom anschließenden Vortrag von Albert Knoll, Vorstand unseres Vereins, im Rahmen des Empfangs im Jüdischen Museum München.

https://jourfixeblog.wordpress.com

Bild: Christine Bandilla

Festakt zum 150. Jahrestag der Rede Karl-Heinrich Ulrichs

26. August 2017

 

Festakt zum 150. Jahrestag der Rede Karl-Heinrich Ulrichs auf dem Deutschen Juristentag in München und Jahrestagung des Fachverbands Homosexualität und Geschichte (FHG)

Zum 150. Mal jährt sich der Auftritt von Karl Heinrich Ulrichs am 29. August 1867 vor mehr als 500 deutschen Rechtsgelehrten auf dem Münchner Juristentag. Seine Forderung nach Straffreiheit gleichgeschlechtlicher Beziehungen war damals revolutionär. Ulrichs leistete einen wesentlichen Beitrag für eine rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung der Homosexuellen.

Ulrichs (1825- 1895), Gerichtsassessor im Königreich Hannover, wurde mit Berufsverbot belegt, als seine Homosexualität bekannt wurde. Er gilt als der Urvater der Homosexuellenbewegung und war Vorbild für Magnus Hirschfeld, der mit der Gründung des Wissenschaftlich Humanitären Komitees eine verstetigte emanzipatorische Homosexuellenvertretung  schuf. Vier Jahre nach Ulrichs Rede wurde 1871 der § 175 im Strafgesetzbuch verankert. Dessen Geschichte bis hin zur aktuellen Diskussion um eine Entschädigung der Opfer des bis 1994 gültigen Gesetzes, wird im Festakt thematisiert.

Geplantes Programm:

Freitag, 25. August
Ab 19:00 Eintreffen der TeilnehmerInnen der FHG-Tagung im Münchner Schwulenzentrum SUB, Müllerstr. 14. Empfang und gemeinsames Abendessen.

Samstag, 26. August
10:00 – 13:00 Tagung des FHG in den Seminarräumen des NS-Dokumentationszentrums, Briennerstr. 34.

 Vorträge:

  • Maria Bühner  (Kulturwissenschaftlerin, derzeit Mitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig): Im Aufbruch: Die Lesbenbewegung der DDR aus emotions- und körperhistorischer Perspektive
  • Raimund Wolfert (Skandinavist und freier Dozent in der Erwachsenenbildung, Mitarbeiter der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft), Berlin : Ernst Ludwig Driess. In der Tradition Magnus Hischfelds
  • Ariane Rüdiger (Freie Journalistin und Lektorin), München : Der  Münchner Arbeitskreis Lesben und Arbeit – ein Einblick in lesbische Befindlichkeiten „on the job“ in den frühen 1990er Jahren
  • Kirsten Plötz (Freie Historikerin und Geschäftsführerin des Queeren Netzwerks Niedersachsen (QNN) e.V.), Hannover : Zentrale Ergebnisse des Forschungsprojekts über Verfolgung und Diskriminierung im jungen Bundesland Rheinland-Pfalz
  • Matthias Gemählich (Promovend im Fach Geschichte an der Universität Mainz): Die Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit in Nürnberg

13:00 – 15:30    Mittagspause


15:30 – 17:30 Stadtrundgang auf den Spuren von Karl Heinrich Ulrichs,
                      Treffpunkt: Karl-Heinrich Ulrichs Platz
                       Achtung: Begrenzte Teilnehmerzahl,
                       Anmeldung bitte beim NS-Dokumentationszentrum
                       unter  veranstaltungen.nsdoku@muenchen.de Telefon: 089-233-67015



19:00 – 21:00 Festakt zu Ehren von Karl Heinrich Ulrichs im Vortragssaal des NS-Dokumentationszentrums
Re-Enactment des Auftritts Karl-Heinrich Ulrichs vor 150 Jahren im Münchner Odeon durch Laienschauspieler, unterstützt durch eine Theatergruppe

Sonntag, 27. August
10:00 – 13:00 Mitgliederversammlung des FHG in den Räumen des forum homosexualität münchen, Bayerstr. 77a

> Mehr Infos

I WANNA GIVE YOU DEVOTION

6. September 2017, Beginn: 19:00

6. September - 4. Oktober 2017

Vernissage, 6. September 19 Uhr 
Begrüßung Albert Knoll, Vorstand forum homosexualität münchen e.V.

Kurzfilm-Screening, 20. September 19 Uhr

Finissage und Filmscreening, 4. Oktober 19 Uhr 
Mit „Kaliarda“ (2014, 57 Min.) von Paola Revenioti und einer einführenden Lesung von
Gufler aus seinem neuen Künstlerbuch „Indirekte Berührung“.
Im Anschluss legt DJ Problemi auf.

Im Zentrum von Philipp Guflers Ausstellung „I wanna give you devotion“ steht die Poster- und Videosammlung des nselbstorganisierten Archivs forum homosexualität münchen e.V., in dem der Künstler seit 2013 Mitglied ist.

Zur Ausstellung hat Gufler 29 Künstler*innen und Kollektive eingeladen, die Postersammlung zu befragen, zu erweitern und zu aktualisieren. Diese Weiterschreibungen werden zusammen mit historischen Postern der Sammlung gezeigt, wodurch ein dichtes Geflecht aus aktuellem und historischem Material entsteht. Die Videoarbeit „Schemata #01 (I wanted to give you devotion)“ von Philipp Gufler, Byron Kalomamas und Angela Stiegler spinnt die Verknüpfungen weiter: Archivmaterial trifft auf Youtube-Clips, (Künstler-) Filme von Chantal Akerman, Jean Genet und Pedro Almodóvar auf Popkultur, Gusti vom Ochstengarten auf Britney Spears und Spots der Deutschen AIDS-Hilfe auf Songtexte. Es entsteht ein Archiv der Gefühle, persönlicher Erfahrungen, politischer Kämpfe und des Begehrens, das die Geschichte in die Gegenwart zieht: aktuelle Diskriminierungen und Ausgrenzungen zeigen sich genauso wie das ungestillte Begehren für nicht-normative Lebensformen.

Mit neuen Postern von Muriel Aichberger, Tabea Blumenschein, Virág Bogyó, Johannes Büttner, Cinenova Working Group, Fernando Corona, Stephan Dillemuth, Holger Dreissig, Loretta Fahrenholz, Johannes Fedisch, Philipp Gufler, Hammann von Mier, Leo Heinik, Vera Hofmann, Richard John Jones, Isaac Julien, Byron Kalomamas, Chris Kraus, Kriwet, Lothringer13_Florida, Sands Murray-Wassink, Gyula Muskovics, Anna McCarthy, Mirja Reuter, Paola Revenioti, Barbara Spiller, Angela Stiegler, Evelyn Taocheng Wang, Raphaela Vogel und dem X-Patch Collective.

Zur Ausstellung erscheint das gleichnamige Künstlerbuch als „Splitter 14“ mit Texten von Kerstin Stakemeier und Mitgliedern des Forums in Zusammenarbeit mit dem Hammann Von Mier Verlag.

Mit freundlicher Unterstützung der Münchner Regenbogenstiftung und der Hannchen-Mehrzweck Stiftung.


PLATFORM
Kistlerhofstraße 70,  Haus 60,  3. Stock
81379 München

Öffnungszeiten: Mo - Fr 10:00 - 17:00 Uhr

> Mehr Infos

Interessantes und Kurioses im April

Erinnerungsdaten aus unserem Forum-Kalender (2012)

Mittwoch, 18. April 1998: Der Karl-Heinrich-Ullrichs-Platz wird eingeweiht

Donnerstag, 19. April 1999: Gründung unseres Vereins, damals noch unter dem Namen Forum Homosexualität und Geschichte München e.V.

Samstag, 28. April 1985: "Vio Rosa", Lesbisch-Schwule-Kulturwoche vom 28. April bis 05. Mai

Sonntag, 29. April 1945: Die Befreiung des KZ Dachau und seiner Außenlager erleben auch über 100 homosexuelle Häftlinge

Montag, 30. April:

Lesbisch: 1977: erste Walpurgisnacht-Demo in München und in anderen deutschen Städten unter dem Motto: "Frauen erobern die Nacht zurück"

Schwul: Seit 2006 Wahl der Maikönigin in der Hans-Sachs-Straße

 

 

Zeitungsartikel in der Abendzeitung über Erich Haas

Die Abendzeitung berichtete am 22.03.2017 über Erich Haas und die jetzt beschlossene Entschädigung für Repressionen und Verhaftungen von Schwulen nach § 175:

Spätes Zeichen: Entschädigung für homosexuelle Justizopfer

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.spaetes-zeichen-entschaedigung-fuer-homosexuelle-justizopfer.1f6efe01-ba2d-448d-8701-ef23dae58137.html

 

 

Seine Autobiographie "...eines Freundes Freund zu sein..." ist über unseren Verein bestellbar.

 

Zeitungsartikel zu unserem erfolgreichen Vortrag am 25.03.2017

Interview mit Erwin in het Panhuis zu schwulen Symbolen im Film.

 Vielen Dank an alle Unterstützer_innen!

 

Stellenausschreibung

Büro Hilfskraft  gesucht
ab sofort, auf Minijob-Basis

für Aufgaben innerhalb des forum homosexualität münchen e.V.

IHRE AUFGABEN ...
o Wahrnehmung von festen Bürozeiten
o diverse Büroarbeiten (z.B. Post-und Emailkommunikation,
Dokumentenorganisation usw.)
o allgemeine Mithilfe z.B. bei Veranstaltungen
o Pflege der forum – Publikationen: Splitter und Lebensgeschichten, sowie mit den Vereinsaktivitäten zusammenhängende Werbung und Internetauftritte


WIR WÜNSCHEN UNS ...
eine engagierte, offene, selbstständige, kontaktfreudige und zuverlässige Persönlichkeit. Sie sollten Organisationstalent und Flexibiltät besitzen, mit Büroverwaltung und der regelmäßigen Benutzung von Microsoft-Office-Programmen und dem Internet vertraut sein.
WIR BIETEN IHNEN ...
eine ruhige und offene Arbeitsatmosphäre und äußerst vielseitige Aufgaben. Ihr Arbeitsplatz ist in der Bayerstraße 77a Rgb / 3. Stock (ohne Lift).

UND JETZT ...
freuen wir uns, wenn Sie sich bei uns melden, uns Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen zusenden.

AnsprechpartnerInnen sind: Albert Knoll oder Christine Schäfer, c/o forum münchen, Bayerstr. 77a Rgb./ III, 80335 München, info@forummuenchen.org.

 

Archiv-Tipp

Passend zum Weltfrauentag am 08.03.2017 möchten wir auf ein vielfältiges Archiv-Projekt aufmerksam machen.

Alles begann mit dem feministischen Filmprojekt "Joanie 4 Jackie", dass die amerikanische Künstlerin Miranda July in den 90ern gegründet hatte, acht Jahre lang lief und sowohl Filmproduktionen von Frauen und Mädchen fördern, als auch die Beschäftigung von Frauen und Mädchen mit Filmen und Medien anregen will.  Über 300 Kurzfilme, Briefe, Plakate, Booklets wurden in diesem Projekt über die Jahre zusammengestellt und im Netz veröffentlicht.


http://www.joanie4jackie.com

Sehr spannend und inspirierend  - unser Tipp zum Weltfrauentag 2017!


 

NEU: Der Film über das Archiv

Das Forum Homosexualität München e.V. stellt sich vor - ein Archiv der Lesben, Schwulen und Transgender in München auf Vimeo, Youtube und Facebook.

Vielen Dank an Linda Strehl für die Regie, Julia Swoboda für die Kamera, Philipp Gufler für den Schnitt und an alle Mitwirkenden!


 

Das Archiv forum homosexualität münchen e.v. ist auf Facebook.

Unser Verein ist jetzt auch auf Facebook. Wir zeigen Euch dort regelmäßig neue Gegenstände aus unserem Archiv und halten Euch über unsere Veranstaltungen auf dem Laufenden. Folge uns!


 

 

NEU! Die Aufkleber des forum homosexualität münchen e.v.

Ab sofort bei uns zu beziehen.


 

Lesung mit Corinne Rufli am 15.04.2016

Das forum homosexualität münchen möchte sich herzlich bei Corinne Rufli, ihren Interviewpartnerinnen Karin und Eva sowie den zahlreichen Besucher_innen für einen gelungenen Abend bedanken!


(v.l.n.r. Christine Schäfer (Vorstandsmitglied fhm), Corinne Rufli (Autorin) sowie ihre Gäste Eva Schweizer und Karin Rüegg; Photo von C. Bandilla)


 

fhm-Vorstand Albert Knoll mit André-Delpch-Preis ausgezeichnet

Erst dreimal wurde der Preis des Häftlingskommittées des KZ Dachau zuvor vergeben, nun erhält Albert Knoll ihn für seine Arbeit im Archiv der Dachauer KZ-Gedenkstätte. Wir gratulieren!

Den Namen André Delpch kennt kaum jemand, doch die nach dem ehemaligen KZ-Häftling und langjährigen Vorsitzenden des internationalen Häftlingskommittées des KZ Dachau benannte Auszeichnung ist rar und genießt hohes Ansehen. Die drei bisherigen Preisträger sind Bundeskanzlerin Angela Merkel, die langjährige Gedenkstättenleiterin Barbara Distel und Jos Sinnema für seinen EInsatz für das Gedenken niederländischer KZ-Gefangener. Nun also zu unser aller Freude Albert Knoll, der erst vor kurzem in New York zum "Archivar des Jahres" ernannt wurde und zudem erst kürzlich seinen "Splitter 13" zum Rosa-Winkel-Gedenkstein in Dachau herausgebracht hat. Die Süddeutsche Zeitung  berichtete ausführlich über die Preisverleihung.


 

Neue Funktion auf unserer Homepage!

Der Bibliotheksbestand mit 2414 Titeln ist in einem Datenbanksystem erfasst.

Eine Suchfunktion erlaubt nun auch die Recherche nach Autor_Innen, Titel, Verlag und Erscheinungsjahr direkt auf unserer Homepage unter "Archiv - Bibliothek".

Wir freuen uns sehr über diese neue benutzerfreundliche Möglichkeit, unsere Bestände einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und wünschen viel Spaß beim Suchen und Finden!

Zu den Öffnungszeiten und nach Absprache kann die Bibliothek benutzt werden, bei Interesse bitte Anmeldung per E-Mail: info(at)forummuenchen.org oder telefonisch.


 

Der Splitter des Monats

Der Rosa-Winkel-Gedenkstein. Die Erinnerung an die Homosexuellen im KZ Dachau, Hrsg. Albert Knoll

Verfolgung und Gedenken: „Totgeschlagen – Totgeschwiegen“ lautet der Text auf der Gedenktafel für die Rosa-Winkel-Häftlinge. Es war der Wunsch der Münchner Schwulengruppen, dass diese Tafel aus rosa Marmor 1985 im Museum der KZ-Gedenkstätte Dachau aufgestellt werden würde, um wenigstens einen Hinweis auf die Homosexuellenverfolgung zu geben. Es folgte jedoch ein zehn Jahre dauernder Kampf gegen alte Vorurteile, die unter den Überlebenden des KZ, aber auch unter den Politikern noch lange lebendig waren. Ein steter Druck der homosexuellen Szene, getragen vom Wandel des Zeitgeistes, setzte sich schließlich durch. Nach zehn langen Jahren war endlich das Ziel erreicht, die schwulen Opfer des Konzentrationslagers waren 1995 hinsichtlich des Gedenkens auf einer Augenhöhe mit ihren Leidensgenossen angekommen, die von den etablierten Opferverbänden vertreten werden. Ein neu angefertigter Stein konnte seinen endgültigen Platz im Gedenkraum des Museums in Dachau finden. Anlässlich der Auseinandersetzung um das Gedenken an die lange Zeit verfemte Opfergruppe der Homosexuellen, die vor 30 Jahren begann, beleuchtet ein neues Buch aus der Reihe "Splitter" des Forums die Hintergründe der Verfolgung wie auch das Ringen um ein angemessenes Gedenken und gibt einen Ausblick auf das Münchner Mahnmal für verfolgte Lesben und Schwule, das im kommenden Jahr am Oberanger eröffnet werden wird. Historiker und renommierte Autor_Innen aus der Gedenkkulturforschung kommen in diesem Buch ebenso zu Wort wie Zeitzeugen aus den Schwulengruppen – allen voran HuK (Homosexuelle und Kirche, Regionalgruppe München) und VSG (Verein für Sexuelle Gleichberechtigung) - die sich damals maßgeblich für ein angemessenes Gedenken an die homosexuellen Opfer des KZ Dachau eingesetzt haben. Herausgegeben wird das Buch vom forum homosexualität münchen und dessen Vorsitzenden Albert Knoll, der als langjähriger Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau Einblick in die Akten der 30 Jahre zurückliegenden Ereignisse nahm.

Der Splitter 13 kann über das Forum bezogen werden und kostet 7.- Euro


 

Aktuelle Rezension:

Zu Christine Leidingers "Theorie politischer Aktionen"


 

Aus dem Keller ins Licht des 'Raums für Lesbengeschichte'

"Achtung Lesben"-Schild in das Archiv des Forums Homosexualität aufgenommen. 

In der vergangenen Woche erhielt das Forum Homosexualität das "Achtung Lesben"-Schild. Viele Jahre war es in einem Keller verschwunden. Mitte/Ende der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde es mehrfach auf Lesbendemos und CSD-Paraden gesichtet.

Das Forum freut sich, dass das Schild jetzt zum Bestand des Archivs gehört und in seinen Räumen ausgestellt werden kann und dankt der Spenderin herzlich.

Foto: Albert Knoll, CSD 1995 


 

Philipp Gufler erhält den Bayerischen Kunstförderpreis 2015

Kultusminister Ludwig Spaenle ehrt Philipp Gufler

Am 11.  November erhielt Philipp Gufler aus der Hand von Kultusminister Ludwig Spaenle den Bayerischen Kunstförderpreis 2015.  Gufler wurde für seine Kunst- und Videoarbeiten geehrt, zu denen unteranderem die Video Installation und das gleichnamige Künstlerbuch "Projektion auf die Krise - Gauweilereien in München" gehört, in der er sich kritisch mit dem AIDS-Maßnahmenkatalog des damaligen Kreisverwaltungsreferenten und damit obersten Ordnungshüters Münchens, Peter Gauweiler auseinandersetzt. Mit sichtlicher Freude aber vielleicht etwas in Unkenntnis des Inhalts nahm Spaenle das Geschenk Guflers entgegen. 

 

 Foto:  Steffen Leiprecht


 

Albert Knoll - Archivar des Jahres

Albert Knoll, der Vorsitzende des forum homosexualität münchen e.V., wurde geehrt.

Der Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau, Albert Knoll, ist mit dem "Archivist of the Year Award" ausgezeichnet worden. Knoll nahm den Preis vor kurzem in New York entgegen. Er ist seit 1997 als Archivar an der KZ-Gedenkstätte tätig. "Das ist eine schöne Auszeichnung, über die ich mich sehr gefreut habe", sagt Knoll. "Wir sind ein sehr offenes Archiv und haben nicht so viele Auflagen, wie man es sich bei staatlichen Archiven vielleicht vorstellt." Dass er ausgezeichnet wurde, habe er letztlich Nikolaus Wachsmann zu verdanken. Der renommierte Historiker hatte Knoll für den Award vorgeschlagen. Wachsmann ist Professor in London und veröffentlichte vor kurzem sein Buch "KL", in dem es um die Geschichte der Konzentrationslager geht. Für seine Recherchen hatte er viel mit Knoll zusammengearbeitet, da das Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau eine wichtige Informationsquelle in der Erforschung der Geschichte der Konzentrationslager ist. "Es ist ein tolles Buch, das einem ein Licht aufgehen lässt - selbst mir, als langjährigem Mitarbeiter der Gedenkstätte", sagt Knoll. "Und dazu konnten wir viel beitragen." Der undotierte "Archivist of the Year Award" wird jährlich von der gemeinnützigen Scone-Foundation mit Sitz in New York vergeben. Seit 2005 werden Verdienste um den Erhalt historisch bedeutsamer Dokumente honoriert. Gewürdigt werden außerdem die Förderung des humanitären Dialogs und der Widerstand gegen staatliche Zensurmaßnahmen.  

Quelle: SZ-Magazin vom 3.11.2015


 

RÜCKSCHAU ZU RICHARD JOHN JONES PROJEKT "MOBY DYKE"

Meike Illig und Cosy Pièro im Moby Dyke, Lothringer13_Florida

 

Im August 2015 war Künstler Richard John Jones zu Gast in der Lothringer13_Florida. Im forum homosexualität münchen hat er über das verschwinden schwul, lesbischer und queerer Räume in München recherchiert. Eine Rückschau zu seinem Projekt findet ihr hier.


 

Neue Rezension: Lesbisches Tänzerinnenpaar überlebt 3. Reich


 

Unser neuer Splitter 12:

"Lesben sichtbar machen - Die Arbeit des AK Uferlos Lesbenpolitik, Münchner Lesbenpolitik in den 1990er Jahren" von Ariane Rüdiger


Ende der 1980er Jahre stand es im Freistaat Bayern schlecht um die gleichberechtigte Teilhabe von Lesben und Schwulen am gesellschaftlichen Leben. Es kam zum Konflikt mit der Bayerischen Staatsregierung um die kommunale Finanzierung lesbischer und schwuler Vereine und die gesellschaftliche Rolle homosexueller Menschen in Bayern. Eine wichtige Rolle dabei spielte in München der AK Uferlos Lesbenpolitik. Die Gruppe kämpfte gemeinsam mit anderen Gruppierungen um Gleichbehandlung für lesbische Frauen auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen. Zugleich klärte der AK Uferlos über lesbisches Leben auf - wie sich im Rückblick zeigt mit erheblichem Erfolg.

Über die Autorin:

Ariane Rüdiger, 1958 geboren, lebt und arbeitet seit 1984 als Journalistin und Autorin in München und ist ehrenamtlich beim forum homosexualität münchen e.V. aktiv.

Ab sofort bei uns zu beziehen, Preis: 7,00 €.

 


 

Direktbericht aus den USA

Reaktionen auf die positive Entscheidung des Obersten Gerichtshof der USA zur Lesben- und Schwulenehe: Hier weiterlesen


 

Homosexuelle im Nationalsozialismus
Rundgang zu den Orten der Verfolgung
Anlässlich der Eröffnung des Mahnmals für die in der NS-Zeit verfolgten Schwulen und Lesben soll deutlich werden,
wo im Münchner Stadtbild die Verfolgung stattfand. Schon vor 80 Jahren wählten homosexuelle Männer das Glockenbachviertel zu ihrem bevorzugten Wohnquartier.
Wir zeigen die historischen Orte, die für das schwule Leben im damaligen München von Bedeutung waren und an die heute nichts mehr erinnert.
Der Rundgang endet am neu eröffneten Mahnmal am Oberanger.
 
Rundgangsleiter: Albert Knoll
Treffpunkt: Karl-Heinrich Ulrichs Platz
1. Führung am Sonntag, 2. Juli, Beginn 14 Uhr
2. Führung am Freitag, 14. Juli, Beginn 18 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Keine Teilnahmegebühr, Spenden für den Verein „Forum Homosexualität München e.V.“ werden erbeten.

Bayerstr. 77a RGB III
D- 80335 München

info@forummuenchen.org
Telefon: 089 /23 26 97 94

Öffnungszeiten Büro:
Di 15-18 Uhr, Do 10-14 Uhr und nach Vereinbarung.

Das Forum auf Facebook

Kommende Veranstaltungen
Sa, 19.08. Hans-Sachs-Straßenfest 2017
Sa, 26.08. Festakt zum 150. Jahrestag der Rede Karl-Heinrich Ulrichs
Mi, 06.09. I WANNA GIVE YOU DEVOTION
So, 10.09. Run for Life
Sa, 16.09. Das Oktoberfest
So, 15.10. Führungen im NS-Dokumentationszentrum
Vorname: Nachname:
E-Mail*:
 
Bitte den Text im Bild eingeben*:

 
Rundbrief erhalten
Rundbrief nicht mehr erhalten
 
  © 2017, forum homosexualität münchen e.V., Impressum
Letzte Änderung: 04.05.2017 (FHM)