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Medaille „München leuchtet“ in Gold für Albert Knoll

In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Erinnerungsarbeit im Bereich der schwul-lesbischen Geschichte hat die Stadt München Albert Knoll mit der Medaille „München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens“ in Gold ausgezeichnet. Bürgermeister Josef Schmid überreichte Knoll die Medaille jetzt im Rathaus.

„Mit Ihrem herausragenden ehrenamtlichen Engagement in der Erinnerungsarbeit, insbesondere für die Zeit des Nationalsozialismus, sowie in der Gleichstellungspolitik haben Sie sich um die LGBTI-Community verdient gemacht“, würdigte Schmid bei der Verleihung der Medaille Knolls jahrzehntelangen Einsatz.

Bereits Ende der 1970-er Jahre engagierte Knoll sich in der Schwulenbewegung. Er war im ersten Schwulenzentrum, der „Schwulen Teestube“, aktiv. Seit 1997 ist der Historiker als Archivar an der KZ-Gedenkstätte Dachau tätig. Neben seiner täglichen Archivarbeit hat er dort die Geschichten schwuler und lesbischer Opfer des NS-Regimes erforscht und seine Ergebnisse immer wieder in Veröffentlichungen publik gemacht.

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Wir freuen uns sehr und sagen immer wieder Danke, Albert für Dein langjähriges Engagement und Erinnern. 

 

!!NEU!! Lebensgeschichte: 

Kirsten Nilsson: Vom Hitlerjungen zur Domina. Ein transsexuelles Leben im 20. Jahrhundert

Das forum homosexualität münchen e.V. erweitert sein Spektrum: Die erste Publikation mit einem Trans-Thema ist bei uns erschienen! Forum-Mitarbeiterin Linda Strehl erarbeitete über ein Dreiviertel Jahr lang gemeinsam mit der Autorin Kirsten Nilsson deren außergewöhnliche Lebensgeschichte.

Kirsten Nilsson wurde 1931 als Karl Erick Böttcher in einem
beschaulichen Dorf in der Mark Brandenburg geboren. Kurz vor Ende
des 2. Weltkriegs 1945 floh die Familie vor der Roten Armee aus
Küstrin nach Oberbayern, wo Karl Erick zunächst Damenfriseur, dann
Kostümschneider lernte. Im München der Nachkriegszeit studierte er
Schauspiel und Tanz, tauchte in die Schwulenszene ein und arbeitete
beim Zirkus in England und der Schweiz, bevor er als „Sylvia“ Ende der
50er Jahre seine Berufung als „Damenimitator“ in den Travestie-Clubs
von München, Berlin und Hamburg fand.

1964 unterzog sich Kirsten als einer der ersten Transsexuellen in
Deutschland einer riskanten geschlechtsangleichenden Operation in
Marokko und setzte erfolgreich eine Vornamensänderung durch.

Kirsten trat als Tänzerin und Sex-Star in den Erotik-Theatern von St. Pauli
auf, besaß eigene Bars und Strip-Lokale, arbeitete auf dem Strich und
führte ein Leben auf der Überholspur, bis 1979 ein unvorhergesehenes
Ereignis ihrer Karriere ein Ende bereitete und sie zwang, ihr Leben ganz
von vorn zu beginnen.

 


 

ISBN 3-935227-20-9
  156 Seiten, 10,- €
Zu bestellen hier: info@forummuenchen.org

NEU: SPLITTER 15: Sag ich's oder sag ich's nicht? Die Geschichte des AK Lesben und Arbeit - Lesbenforschung auf eigene Faust

Wie geht es eigentlich Lesben an ihrem Arbeitsplatz? Lange bevor Diversity zu einem Lieblingsthema der Personalabteilungen avancierte, fragte sich dies der Münchner Arbeitskreis "Lesben und Arbeit". Dann ging die kleine Frauengruppe in ihrer Freizeit und ehrenamtlich selbst daran, die Frage durch die wahrscheinlich erste Studie mit mehreren hundert lesbischen Teilnehmerinnen aus dem ganzen Bundesgebiet zu beantworten. Dieser Band aus der Veröffentlichungsserie Splitter des forum homoxesualität münchen e.V. - Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur - zeichnet die Geschichte dieser Gruppe nach und reflektiert sie.

Ariane Rüdiger, 1958 geboren, lebt und arbeitet seit 1984 als Journalistin und Autorin in München und ist ehrenamtlich beim forum homosexualität münchen e.V. aktiv.

ISBN 978-3-935227-22-3
  88 Seiten, 7,- €
Zu bestellen hier: info@forummuenchen.org

NEU: Splitter 14: I WANNA GIVE YOU DEVOTION

Unser neuer Splitter erscheint zur Ausstellung I WANNA GIVE YOU DEVOTION von Philipp Gufler, die im September 2017 in München stattgefunden hat. Gufler hat 29 Künstler*innen und Kollektive eingeladen, die Postersammlung des forum homosexualität münchen e.V. zu befragen, zu erweitern und zu aktualisieren. Diese Weiterschreibungen werden im Künstlerbuch zusammen mit historischen Postern der Sammlung gezeigt, wodurch ein dichtes Geflecht aus aktuellem und historischem Material entsteht. Es erscheint mit Texten von Kerstin Stakemeier und Mitgliedern des Forums in Zusammenarbeit mit dem Hammann von Mier Verlag.

Mit neuen Postern von: Muriel Aichberger, Tabea Blumenschein, Virág Bogyó, Johannes Büttner, Cinenova Working Group, Fernando Corona, Stephan Dillemuth, Holger Dreissig, Johannes Fedisch, Philipp Gufler, Hammann von Mier, Leo Heinik, Vera Hofmann, Richard John Jones, Isaac Julien, Byron Kalomamas, Chris Kraus, Kriwet, Lothringer13_Florida, Sands Murray-Wassink, Gyula Muskovics, Anna McCarthy, Mirja Reuter, Paola Revenioti, Barbara Spiller, Angela Stiegler, Evelyn Taocheng Wang, Maria VMier, Raphaela Vogel und dem XPatch Collective.

Texte: Jan Erdmann, Philipp Gufler, Polina Hilsenbeck, Albert Knoll, Agnes Lang, Laura Lang, Nicholas Maniu, Ariane Rüdiger, Christine Schäfer, Kerstin Stakemeier, Linda Strehl
Sprache: German/English
Design: Stefanie Hammann, Maria von Mier

1st Edition: 600
112 Seiten, 4/4 Farbe Offset Druck, Softcover, 17 x 24 cm
16,00 €
Zu bestellen hier: info@forummuenchen.org

Stellungnahme

zur Rede von Wolfram Setz am Samstag, 26.08.2017 im Rahmen des Festakts zu Ehren von Karl Heinrich Ulrichs im Vortragsaal des NS-Dokumentationszentrums.

Das forum homosexualität münchen e.V. – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur – distanziert sich ausdrücklich von den Aussagen, die Wolfram Setz im Rahmen seiner Rede während des Festakts für Karl Heinrich Ulrichs zum Thema Pädophilie bzw. Pädosexualität geäußert hat.

Diese Inhalte waren von uns weder angefordert noch mit uns abgesprochen. Setz war vielmehr als ausgewiesener Ulrichs-Spezialist eingeladen worden, um über dessen historische Verdienste für die Homosexuellen-Emanzipation zu berichten. Insbesondere distanzieren wir uns von dem Vorhaben, das Kürzel LGBTIQ um ein P für Pädophilie zu erweitern. Dies schon allein deshalb, da sich pädophiles Begehren sowie pädosexuelles Verhalten nicht nur bei LGBTIQs, sondern auch bei Heterosexuellen findet, so dass es schon logisch in eine andere Kategorie gehört. Selbstverständlich gehen wir davon aus – wie übrigens auch Karl Heinrich Ulrichs –, dass einvernehmliche sexuelle Beziehungen in keiner Weise vom Strafrecht erfasst werden sollten. Wir sind aber auch davon überzeugt, dass dieses Einvernehmen bei Jugendlichen unterhalb der gesetzlichen Schutzaltersgrenzen in Beziehungen zu Erwachsenen wegen des fehlenden oder noch nicht voll entwickelten sexuellen Bewusstseins der Jugendlichen nicht vorausgesetzt werden kann. Deren Schutz hat daher Vorrang vor dem sexuellen Begehren der Erwachsenen, so dass solche Übergriffe sanktioniert werden sollten.

Besonders ärgerlich finden wir es, dass durch Setz` Behauptungen Karl Heinz Ulrichs für pädosexuelle Anliegen instrumentalisiert wird, obwohl sich in seinen Schriften kein Hinweis auf pädophiles Verlangen findet. Vielmehr schreibt er selbst über sein Verlangen nach erwachsenen Männern. Und er fordert keine Straffreiheit für pädokriminelle Handlungen, sondern lediglich, dass auch Personen, die verdächtigt werden, solche begangen zu haben, selbstverständlich ein faires Verfahren zusteht. Setz` Aussagen sind also eine unzulässige Vereinnahmung, die der Person und den Auffassungen von Ulrichs und auch unseren widerspricht.


 

Eröffnung der Ausstellung I WANNA GIVE YOU DEVOTION

Im Zentrum von Philipp Guflers Ausstellung „I wanna give you devotion“ steht die Poster- und Videosammlung des selbstorganisierten Archivs forum homosexualität münchen e.V., in dem der Künstler seit 2013 Mitglied ist.

      

Die Ausstellung geht noch bis zum 4. Oktober 2017 und ist Montags bis Freitags von 10 - 17 Uhr geöffnet.

PLATFORM Kistlerhofstraße 70, Haus 60, 3. Stock 81379 München


 

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Letzte Änderung: 16.11.2017 (JIO)