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Homosexuelle im Nationalsozialismus
Rundgang zu den Orten der Verfolgung
Anlässlich der Eröffnung des Mahnmals für die in der NS-Zeit verfolgten Schwulen und Lesben soll deutlich werden,
wo im Münchner Stadtbild die Verfolgung stattfand. Schon vor 80 Jahren wählten homosexuelle Männer das Glockenbachviertel zu ihrem bevorzugten Wohnquartier.
Wir zeigen die historischen Orte, die für das schwule Leben im damaligen München von Bedeutung waren und an die heute nichts mehr erinnert.
Der Rundgang endet am neu eröffneten Mahnmal am Oberanger.
 
Rundgangsleiter: Albert Knoll
Treffpunkt: Karl-Heinrich Ulrichs Platz
1. Führung am Sonntag, 2. Juli, Beginn 14 Uhr
2. Führung am Freitag, 14. Juli, Beginn 18 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Keine Teilnahmegebühr, Spenden für den Verein „Forum Homosexualität München e.V.“ werden erbeten.

Direktbericht aus den USA

Reaktionen auf die positive Entscheidung des Obersten Gerichtshof der USA zur Lesben- und Schwulenehe: Hier weiterlesen


 

Direktbericht aus den USA

Reaktionen auf die positive Entscheidung des Obersten Gerichtshof der USA zur Lesben- und Schwulenehe: Hier weiterlesen


 

Das Forum unterstützt Anti-Pegida und die Lichterkette

Wir vom Forum Homosexualität sind für eine weltoffene Stadt, in der alle Menschen, egal welcher Hautfarbe, welcher und ob überhaupt einer Religion, egal welcher sexuellen Orientierung willkommen sind. Durch unsere Teilnahme an den Montagsdemos gegen die islam- und ausländerfeindlichen Parolen von Ewiggestrigen zeigen wir Flagge im aktuellen politischen Stadtgeschehen. Wir werden weiterhin für die Rechte aller Mitbürger und Mitbürgerinnen eintreten und fordern zudem die Rücknahme der rigoroseren Abschiebepraxis gegenüber verfolgten Schwulen und Lesben in vermeintliche sichere Drittstaaten. 

Das Forum nimmt an der Lichterkette teil

Rückblick: Filmscreening mit Erich Haas

Foto: Fritz Letsch

Filmscreening "Gespräch mit Erich Haas" von Liane Klingler und Philipp Gufler am 15.1 in der Lothringer13_Florida in Kooperation mit dem Forum Homosexualität München. 

Ausschnitte aus dem Filmportrait findet Ihr jetzt auf Vimeo und unter Veröffentlichungen. 

Schenkung von LeTRa ans Forum

Am 4.7.2017 unterzeichneten die Lesbenberatungsstelle LeTRa und das Forum einen Schenkungsvertrag über die Übergabe von zweieinhalb Metern Ordnern, Dokumenten und Filmmaterial aus den LeTRa-Beständen. Das Forum freut sich sehr über diese wichtigen Archivalien, die einen Zeitraum von über 20 Jahren umspannen, und dankt den Spenderinnen herzlich!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Mahnmalseröffnung - Nachlese

 

  

  

Am 27.06.2017 wurde das Mahnmal in Gedenken an im Nationalsozialismus verfolgten Lesben und Schwulen feierlich der Öffentlichkeit übergeben!

Das Mahnmal gestaltet sich als farbiges, ca. 70 qm großes Bodenmosaik.

Unterschiedlich große farbige Steine werden in Form eines Winkels angeordnet, der sich um die Ecke des Gebäudes Oberanger/Dultstraße legt.

Hier zum lesenswerten Blogeintrag "Somewhere Over The Rainbow in München … Zur Einweihung des Bodendenkmals für die in der NS-Zeit verfolgten Schwulen und Lesben" von Gabi dos Santos, und Kernausschnitten vom anschließenden Vortrag von Albert Knoll, Vorstand unseres Vereins, im Rahmen des Empfangs im Jüdischen Museum München.

https://jourfixeblog.wordpress.com

Bild: Christine Bandilla

 

Zeitungsartikel in der Abendzeitung über Erich Haas

Die Abendzeitung berichtete am 22.03.2017 über Erich Haas und die jetzt beschlossene Entschädigung für Repressionen und Verhaftungen von Schwulen nach § 175:

Spätes Zeichen: Entschädigung für homosexuelle Justizopfer

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.spaetes-zeichen-entschaedigung-fuer-homosexuelle-justizopfer.1f6efe01-ba2d-448d-8701-ef23dae58137.html

 

 

Seine Autobiographie "...eines Freundes Freund zu sein..." ist über unseren Verein bestellbar.

 

Zeitungsartikel zu unserem erfolgreichen Vortrag am 25.03.2017

Interview mit Erwin in het Panhuis zu schwulen Symbolen im Film.

 Vielen Dank an alle Unterstützer_innen!

 

Archiv-Tipp

Passend zum Weltfrauentag am 08.03.2017 möchten wir auf ein vielfältiges Archiv-Projekt aufmerksam machen.

Alles begann mit dem feministischen Filmprojekt "Joanie 4 Jackie", dass die amerikanische Künstlerin Miranda July in den 90ern gegründet hatte, acht Jahre lang lief und sowohl Filmproduktionen von Frauen und Mädchen fördern, als auch die Beschäftigung von Frauen und Mädchen mit Filmen und Medien anregen will.  Über 300 Kurzfilme, Briefe, Plakate, Booklets wurden in diesem Projekt über die Jahre zusammengestellt und im Netz veröffentlicht.


http://www.joanie4jackie.com

Sehr spannend und inspirierend  - unser Tipp zum Weltfrauentag 2017!


 

NEU: Der Film über das Archiv

Das Forum Homosexualität München e.V. stellt sich vor - ein Archiv der Lesben, Schwulen und Transgender in München auf Vimeo, Youtube und Facebook.

Vielen Dank an Linda Strehl für die Regie, Julia Swoboda für die Kamera, Philipp Gufler für den Schnitt und an alle Mitwirkenden!


 

Das Archiv forum homosexualität münchen e.v. ist auf Facebook.

Unser Verein ist jetzt auch auf Facebook. Wir zeigen Euch dort regelmäßig neue Gegenstände aus unserem Archiv und halten Euch über unsere Veranstaltungen auf dem Laufenden. Folge uns!


 

 

NEU! Die Aufkleber des forum homosexualität münchen e.v.

Ab sofort bei uns zu beziehen.


 

Lesung mit Corinne Rufli am 15.04.2016

Das forum homosexualität münchen möchte sich herzlich bei Corinne Rufli, ihren Interviewpartnerinnen Karin und Eva sowie den zahlreichen Besucher_innen für einen gelungenen Abend bedanken!


(v.l.n.r. Christine Schäfer (Vorstandsmitglied fhm), Corinne Rufli (Autorin) sowie ihre Gäste Eva Schweizer und Karin Rüegg; Photo von C. Bandilla)


 

Bericht: Albert Knoll präsentiert "Splitter 13" in der KZ-Gedenkstätte Dachau


 

fhm-Vorstand Albert Knoll mit André-Delpch-Preis ausgezeichnet

Erst dreimal wurde der Preis des Häftlingskommittées des KZ Dachau zuvor vergeben, nun erhält Albert Knoll ihn für seine Arbeit im Archiv der Dachauer KZ-Gedenkstätte. Wir gratulieren!

Den Namen André Delpch kennt kaum jemand, doch die nach dem ehemaligen KZ-Häftling und langjährigen Vorsitzenden des internationalen Häftlingskommittées des KZ Dachau benannte Auszeichnung ist rar und genießt hohes Ansehen. Die drei bisherigen Preisträger sind Bundeskanzlerin Angela Merkel, die langjährige Gedenkstättenleiterin Barbara Distel und Jos Sinnema für seinen EInsatz für das Gedenken niederländischer KZ-Gefangener. Nun also zu unser aller Freude Albert Knoll, der erst vor kurzem in New York zum "Archivar des Jahres" ernannt wurde und zudem erst kürzlich seinen "Splitter 13" zum Rosa-Winkel-Gedenkstein in Dachau herausgebracht hat. Die Süddeutsche Zeitung  berichtete ausführlich über die Preisverleihung.


 

Neue Funktion auf unserer Homepage!

Der Bibliotheksbestand mit 2414 Titeln ist in einem Datenbanksystem erfasst.

Eine Suchfunktion erlaubt nun auch die Recherche nach Autor_Innen, Titel, Verlag und Erscheinungsjahr direkt auf unserer Homepage unter "Archiv - Bibliothek".

Wir freuen uns sehr über diese neue benutzerfreundliche Möglichkeit, unsere Bestände einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und wünschen viel Spaß beim Suchen und Finden!

Zu den Öffnungszeiten und nach Absprache kann die Bibliothek benutzt werden, bei Interesse bitte Anmeldung per E-Mail: info(at)forummuenchen.org oder telefonisch.


 

Der Splitter des Monats

Der Rosa-Winkel-Gedenkstein. Die Erinnerung an die Homosexuellen im KZ Dachau, Hrsg. Albert Knoll

Verfolgung und Gedenken: „Totgeschlagen – Totgeschwiegen“ lautet der Text auf der Gedenktafel für die Rosa-Winkel-Häftlinge. Es war der Wunsch der Münchner Schwulengruppen, dass diese Tafel aus rosa Marmor 1985 im Museum der KZ-Gedenkstätte Dachau aufgestellt werden würde, um wenigstens einen Hinweis auf die Homosexuellenverfolgung zu geben. Es folgte jedoch ein zehn Jahre dauernder Kampf gegen alte Vorurteile, die unter den Überlebenden des KZ, aber auch unter den Politikern noch lange lebendig waren. Ein steter Druck der homosexuellen Szene, getragen vom Wandel des Zeitgeistes, setzte sich schließlich durch. Nach zehn langen Jahren war endlich das Ziel erreicht, die schwulen Opfer des Konzentrationslagers waren 1995 hinsichtlich des Gedenkens auf einer Augenhöhe mit ihren Leidensgenossen angekommen, die von den etablierten Opferverbänden vertreten werden. Ein neu angefertigter Stein konnte seinen endgültigen Platz im Gedenkraum des Museums in Dachau finden. Anlässlich der Auseinandersetzung um das Gedenken an die lange Zeit verfemte Opfergruppe der Homosexuellen, die vor 30 Jahren begann, beleuchtet ein neues Buch aus der Reihe "Splitter" des Forums die Hintergründe der Verfolgung wie auch das Ringen um ein angemessenes Gedenken und gibt einen Ausblick auf das Münchner Mahnmal für verfolgte Lesben und Schwule, das im kommenden Jahr am Oberanger eröffnet werden wird. Historiker und renommierte Autor_Innen aus der Gedenkkulturforschung kommen in diesem Buch ebenso zu Wort wie Zeitzeugen aus den Schwulengruppen – allen voran HuK (Homosexuelle und Kirche, Regionalgruppe München) und VSG (Verein für Sexuelle Gleichberechtigung) - die sich damals maßgeblich für ein angemessenes Gedenken an die homosexuellen Opfer des KZ Dachau eingesetzt haben. Herausgegeben wird das Buch vom forum homosexualität münchen und dessen Vorsitzenden Albert Knoll, der als langjähriger Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau Einblick in die Akten der 30 Jahre zurückliegenden Ereignisse nahm.

Der Splitter 13 kann über das Forum bezogen werden und kostet 7.- Euro


 

Direktbericht aus den USA

Reaktionen auf die positive Entscheidung des Obersten Gerichtshof der USA zur Lesben- und Schwulenehe: Hier weiterlesen


 

Aktuelle Rezension:

Zu Christine Leidingers "Theorie politischer Aktionen"


 

Rückblick

GIm Lora-Studioespräch mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Hans Stempel bei Radio Lora

Am 6. August fand bei Radio Lora ein Gespräch mit der ehemaligen Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger statt, die die Vorsitzende des Förderkreises der Magnus-Hirschfeld-Stiftung ist. Mit dabei waren der ehemalige Publizist Hans Stempel (91) und Albert Knoll vom Forum. Die Stiftung will mit einem "Archiv der anderen Erinnnerung" ein bundesweites Interviewprojekt starten, bei dem ältere Schwule und Lesben ausführlich zu ihren Erfahrungen der gesellschaftlichen Ausgrenzung und Verfolgung in der Zeit vor 1970 befragt werden. Das Forum wird sich an diesem Vorhaben beteiligen und Hans Stempel, der viele eigene Erfahrungen von Ausgrenzung und Selbstbehauptung beigesteuert hat, wird als Erster bei diesem Projekt mitmachen.


 

Aus dem Keller ins Licht des 'Raums für Lesbengeschichte'

"Achtung Lesben"-Schild in das Archiv des Forums Homosexualität aufgenommen. 

In der vergangenen Woche erhielt das Forum Homosexualität das "Achtung Lesben"-Schild. Viele Jahre war es in einem Keller verschwunden. Mitte/Ende der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde es mehrfach auf Lesbendemos und CSD-Paraden gesichtet.

Das Forum freut sich, dass das Schild jetzt zum Bestand des Archivs gehört und in seinen Räumen ausgestellt werden kann und dankt der Spenderin herzlich.

Foto: Albert Knoll, CSD 1995 


 

Philipp Gufler erhält den Bayerischen Kunstförderpreis 2015

Kultusminister Ludwig Spaenle ehrt Philipp Gufler

Am 11.  November erhielt Philipp Gufler aus der Hand von Kultusminister Ludwig Spaenle den Bayerischen Kunstförderpreis 2015.  Gufler wurde für seine Kunst- und Videoarbeiten geehrt, zu denen unteranderem die Video Installation und das gleichnamige Künstlerbuch "Projektion auf die Krise - Gauweilereien in München" gehört, in der er sich kritisch mit dem AIDS-Maßnahmenkatalog des damaligen Kreisverwaltungsreferenten und damit obersten Ordnungshüters Münchens, Peter Gauweiler auseinandersetzt. Mit sichtlicher Freude aber vielleicht etwas in Unkenntnis des Inhalts nahm Spaenle das Geschenk Guflers entgegen. 

 

 Foto:  Steffen Leiprecht


 

Albert Knoll - Archivar des Jahres

Albert Knoll, der Vorsitzende des forum homosexualität münchen e.V., wurde geehrt.

Der Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau, Albert Knoll, ist mit dem "Archivist of the Year Award" ausgezeichnet worden. Knoll nahm den Preis vor kurzem in New York entgegen. Er ist seit 1997 als Archivar an der KZ-Gedenkstätte tätig. "Das ist eine schöne Auszeichnung, über die ich mich sehr gefreut habe", sagt Knoll. "Wir sind ein sehr offenes Archiv und haben nicht so viele Auflagen, wie man es sich bei staatlichen Archiven vielleicht vorstellt." Dass er ausgezeichnet wurde, habe er letztlich Nikolaus Wachsmann zu verdanken. Der renommierte Historiker hatte Knoll für den Award vorgeschlagen. Wachsmann ist Professor in London und veröffentlichte vor kurzem sein Buch "KL", in dem es um die Geschichte der Konzentrationslager geht. Für seine Recherchen hatte er viel mit Knoll zusammengearbeitet, da das Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau eine wichtige Informationsquelle in der Erforschung der Geschichte der Konzentrationslager ist. "Es ist ein tolles Buch, das einem ein Licht aufgehen lässt - selbst mir, als langjährigem Mitarbeiter der Gedenkstätte", sagt Knoll. "Und dazu konnten wir viel beitragen." Der undotierte "Archivist of the Year Award" wird jährlich von der gemeinnützigen Scone-Foundation mit Sitz in New York vergeben. Seit 2005 werden Verdienste um den Erhalt historisch bedeutsamer Dokumente honoriert. Gewürdigt werden außerdem die Förderung des humanitären Dialogs und der Widerstand gegen staatliche Zensurmaßnahmen.  

Quelle: SZ-Magazin vom 3.11.2015


 

RÜCKSCHAU ZU RICHARD JOHN JONES PROJEKT "MOBY DYKE"

Meike Illig und Cosy Pièro im Moby Dyke, Lothringer13_Florida

 

Im August 2015 war Künstler Richard John Jones zu Gast in der Lothringer13_Florida. Im forum homosexualität münchen hat er über das verschwinden schwul, lesbischer und queerer Räume in München recherchiert. Eine Rückschau zu seinem Projekt findet ihr hier.


 

Neue Rezension: Lesbisches Tänzerinnenpaar überlebt 3. Reich


 

Unser neuer Splitter 12:

"Lesben sichtbar machen - Die Arbeit des AK Uferlos Lesbenpolitik, Münchner Lesbenpolitik in den 1990er Jahren" von Ariane Rüdiger


Ende der 1980er Jahre stand es im Freistaat Bayern schlecht um die gleichberechtigte Teilhabe von Lesben und Schwulen am gesellschaftlichen Leben. Es kam zum Konflikt mit der Bayerischen Staatsregierung um die kommunale Finanzierung lesbischer und schwuler Vereine und die gesellschaftliche Rolle homosexueller Menschen in Bayern. Eine wichtige Rolle dabei spielte in München der AK Uferlos Lesbenpolitik. Die Gruppe kämpfte gemeinsam mit anderen Gruppierungen um Gleichbehandlung für lesbische Frauen auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen. Zugleich klärte der AK Uferlos über lesbisches Leben auf - wie sich im Rückblick zeigt mit erheblichem Erfolg.

Über die Autorin:

Ariane Rüdiger, 1958 geboren, lebt und arbeitet seit 1984 als Journalistin und Autorin in München und ist ehrenamtlich beim forum homosexualität münchen e.V. aktiv.

Ab sofort bei uns zu beziehen, Preis: 7,00 €.

 


 

Das Lesbenarchiv im forum homosexualität münchen wächst!

Lising Pagenstecher

Am 09.12.2014 übereignete Frau Dr. Lising Pagenstecher, Historikerin und Soziologin - als Pionierin der Münchener Lesbenbewegung 2011 mit der Medaille München leuchtet der Landeshauptstadt München geehrt - (auf dem Bild 2.v.l.) weitere Materialien (Zeitschriften, Unterlagen) aus ihrem bewegten lesbisch-feministischen Leben dem forum homosexualität münchen zur vertrauensvollen Aufbewahrung und historischen Auswertung, Aufarbeitung.

In diesem Zusammenhang freuen wir uns darauf, u.a. die Arbeiten und Initiativen des Runden Tischs in München, die beispielsweise auch zur Gründung der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen führten, wieder genauer zu betrachten. 
Vielen Dank an Lising.

 

 

Direktbericht aus den USA

Reaktionen auf die positive Entscheidung des Obersten Gerichtshof der USA zur Lesben- und Schwulenehe: Hier weiterlesen


 

Stadtratshearing zum Thema Stolpersteine auf Antrag der Grünen/Rosa Liste am 5.12.

Die Situation in München ist verfahren, da es ein Verbot, ausgesprochen vom Ältestenrat gibt, dass Stolpersteine zum Gedenken an NS-Opfer auf öffentlichem Grund verlegt werden dürfen. Die Grünen/Rosa Liste und auch wir vom Forum hoffen, dass das Hearing ein Umdenken bewirken wird. Stellvertretend für alle NS-Opfergruppen (politisch Verfolgte, katholische Kirche, Behinderte, Zeugen Jehovas und auch Homosexuelle) wird Albert Knoll vom Forum ein Votum pro Stolpersteine vortragen.

Das Forum hat in puncto Stolpersteine eine eindeutige Meinung und die Mitglieder haben einstimmig folgende Erklärung beschlossen:

Das Forum Homosexualität München e.V. unterstützt die Stolperstein-Initiative München   Das nationalsozialistische Regime hat durch seine Terrormaßnahmen dazu beigetragen, dass ab 1933 homosexuelle Männer und Frauen verstärkt aus ihren sozialen Bezügen gerissen wurden, drangsaliert und mit Gefängnis, KZ und dem Tod bedroht wurden. Viele schwule Männer und möglicherweise auch einige Frauen aus München verloren aufgrund dieser Maßnahmen zwischen 1933 und 1945 ihr Leben. An sie wird an keiner Stelle in der Stadt erinnert. Wir finden, dass dieses Schweigen und Wegschauen ein Ende haben sollte und fordern die Verlegung von Stolpersteinen, so wie es in anderen Städten bereits verwirklicht wurde. Deshalb unterstützen wir die Initiative Stolpersteine für München e.V.

§ 175 Rehabilitierung und Aufarbeitung jetzt!

Demonstration unter dem Motto "§ 175 Rehabilitierung und Aufarbeitung jetzt!" am 12. November 2014 um 19 Uhr am Gärtnerplatz, München mit Albert Knoll vom Forum Homosexualität München.

"Wir fordern, dass die bayerische Regierung endlich die Rehabilitierung der für einvernehmliche homosexuelle Handlungen verfolgten und diskriminierten Opfer des § 175 nicht mehr blockiert. Außerdem muss die bayerische Vergangangenheit endlich aufgearbeitet werden. Schluss mit Vertuschung und Licht ins Dunkel!"

Quelle: LAK Queer.Grün.Bayern und der Grünen Jugend München.

Fotos: Gufler

Lesbenarchiv des forum homosexualität München e.V. präsentiert Forschungsergebnisse

6.11.2014, LeTra München

Im Rahmen der Lesbenkulturtage präsentierte das forum homosexualität münchen - Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur e.V. - erste Ergebnisse der Erschließung seiner inzwischen gesammelten Materialien: Ariane Rüdiger, die an einer Dokumentation zur Geschichte der Münchner lesbenpolitischen Gruppierung AK Uferlos Lesbenpolitik arbeitet, befragte vor rund 30 Zuhörerinnen Ex-SPD-Stadtratspolitikerin  Irene Schmitt (SPD) zu diesem Thema. Sie arbeitete im AK Uferlos Lesbenpolitik nahezu durchgehend mit. Wichtige Themen der Gruppe: Der Kampf um die Gemeinnützigkeit lesbisch-schwuler Vereine und Öffentlichkeitsarbeit für mehr Sichtbarkeit von Lesben in München. Fazit: Auch wenige Aktive können viel bewirken. Wer mehr wissen will, muss die Publikation des "Splitters" (Veröffentlichkeitsreihe des forum homosexualität e.V.) zum AK Uferlos, sie erscheint voraussichtlich im Jahr 2015, abwarten.

Nachlese Lesbenkulturtage

2. November 2014

Die lesbische Stadtführung und das offene Lesbenarchiv im forum homosexualität münchen e.v. waren ein toller Erfolg. Vielen Dank für euer Interesse. Wir freuen uns aufs nächste Mal!

Ein kleiner Eindruck vom forum homosexualität münchen

Ein kleiner Eindruck vom forum homosexualität münchen

Erinnerung an Nazi-Greuel: "Im nächsten Jahr würdiger gestalteter Gedenkplatz"

20.10.2014

Wie jedes Jahr versammelten sich auch heuer am Abend des 20.10. Szene-Angehörige, um der Nazi-Razzia im Münchner Schwulenlokal "Schwarzfischer" am Oberanger zu gedenken. Es sprachen Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl, Rita Braatz (LETRA) und der Historiker Albert Knoll, Vorstandsvorsitzender des forum homosexualität münchen, lesben und Schwule in Geschichte und Kultur. Knoll forderte nicht nur zum Gedenken auf, sondern äußerte auch die Hoffnung, dass schon bald ein würdiger Erinnerungsort nah am Ort des Ereignisses entstehen soll. Interessierte können beispielsweise mit Unterstützung des forum über Lebensläufe betroffener Schwuler forschen und sie aufschreiben.

 

Rita Braatz (LETRA) fordert dazu auf, Diskriminierungen aller Art in der Gesellschaft entschlossen entgegenzutreten und so ein demokratisches Miteinander zu schaffen (Bilder: A. Rüdiger)

Albert Knoll weckt Hoffnungen auf ein baldiges würdiges Gedenken am ehemaligen Schwarzfischer im Tal.

Schwulen-Schutzhund Loki und Ordner Jens Erdmann wachen über die LGBTI*-DemonstrationsteilnehmerInnen.

Der Demonstrationszug mit etwa 60 Teilnehmenden bewegte sich entlang dem Tal und durch Seitenstraßen, überquerte dann die Blumenstraße...

um bei LETRA in der Angertorstraße zu enden,

 wo ausnahmsweise auch Männer zugelassen waren.

 

Ein Film aus der Ukraine

19.10.2014 - Wie es Lesben und Schwulen in der Ukraine geht

Vor vollem Haus organisierte die Münchner Solidaritätsinitiative Muniqiev mit Lesben und Schwulen in der Partnerstadt Münchens, Kiev, Munich im Münchner Schwulenzentrum Sub der in Deutschland lebende russische Schwule Alexander (Sascha) Vinogradov und der Münchner Filmer und Russland-Kenner Lorenz Kloska ihren Dokumentarfilm über das Leben von Lesben und Schwulen in der Ukraine und ihren Kampf um Sichtbarkeit und gleiche Rechte. Die Interviews und Bilder zeigten eindrucksvoll, dass sich die ukrainische Regenbogennation von der Gleichgültigkeit bis Repression durch die Politik und den blanken Hass von Teilen der Bevölkerung, der es an Aufklärung über Lesben und Schwule mangelt, nicht unterkriegen lassen. Die Filmautoren suchen noch einen Verleih und planen auch Möglichkeiten, den Film für private Vorführungen zu erwerben.

 

Die beiden Filmemacher anlässlich der Vorführung ihres Dokumentarfilms über die urkainische lesben- und Schwulenbewegung. Links Alexander Volgogradov, rechts Lorenz Kloska.

 

In memoriam Monika Neuser

geb. 11.11.1943 gest. 20.8.2014

Wir trauern um Monika Neuser, die am 20.8.2014 in München verstorben ist. Die Trauer- und Abschiedsfeier fand am 29.8. bei AETAS in München statt.

Monika geb. 11.11.1943, Grafikdesignerin, Filmerin, Künstlerin und Kunsttherapeutin war seit Anfang der 1970er Jahre eng mit der Münchner Frauen- und Lesbenbewegung verbunden: Sie lebte in einer der ersten, wenn nicht der ersten Frauen Lesben WGs Münchens in der Gewürzmühlstraße, arbeitete mit Frauen in Filmgruppen an Filmprojekten z.B. im Hasenbergl und wurde Mitgründerin der Münchner Frauenzeitung. Als Grafikerin gestaltete sie viele Frauenprojekte-Logos, Broschüren, Flyer. 1975 war sie Mitgründerin des ersten Frauenbuchladens der Bundesrepublik, des „Lillemor’s“ und blieb weiter künstlerisch politisch aktiv in der Frauenbewegung mit verschiedenen Performances, Fotoausstellungen und als Mitinitiatorin feministischer und künstlerischer Projekte wie der Multimedia-Tage „Feenoptika“ und 1978 der Informationsveranstaltung des Frauenzentrums zu "Frauenbeziehungen, Frauenliebe." Monika war Mitinitiatorin der Frauen-Filminitiative Scala, die mehrere Jahre lang beliebte Filmevents, u.a. im Maxim-Kino, organisierte und beteiligte sich 1997 am Filmteam des europäischen schwul-lesbischen Chorfestivals Various Voices.

Dass sie der Arbeit des Forum und speziell der des Lesbenarchivs „Raum für Lesbengeschichte“ verbunden war bekundete sie zuletzt in einer Schenkung gemeinsam mit Sabine Holm von Fotos, Videos, Büchern und anderen Archivalien, die wir z.Zt. ordnen und sichten. Eine Veranstaltung zu ihrem Wirken wird vorbereitet.

Piracy Project

Fotos: Andrea Francke

Piracy Project zu Gast im Forum Homosexualität München

Die Teilnehmer des Piracy Project, das im November im Kunstverein München stattfindet und dort zu alternativen Distributionswegen forscht, waren am 5. November zu Gast im Forum Homosexualität München e.V. und recherchierten in unserem Archiv. 

"The Piracy Project is an international publishing and exhibition project exploring the philosophical, legal and practical implications of book piracy. It explores creative modes of reproduction and alternative channels to disseminate knowledge. A collection of currently 150 copied, modified and appropriated books from across the world will be available as a Reading Room at Kunstverein Munich in November. Here we run a 2-week workshop to explore informal distribution networks and archives in Munich. The Piracy Project is part of AND Publishing's research programme in London."

Übersetzung: The Piracy Project ist ein internationales Publikations- und Ausstellungsprojekt, das sich mit den philosophischen, legalen und praktischen Implikationen des Raubkopierens von Büchern beschäftigt. Es erprobt kreative Reproduktionsmethoden und alternatve Kanäle zur Verbreitung von Wissen. Eine Sammlung von derzeit 150 kopierten, modifizierten und angeeigneten Büchern aus der ganzen Welt wird im November als Leseraum im Kunstverein München gezeigt. Hier findet ein zweiwöchiger Workshop statt, der sich mit informellen Verteilnetzen und Archiven in München beschäftigt. The Piracy Project ist Teil des Forschungsprogramms von AND Publishing in London. (ar)

Deutscher Historikertag macht Homosexualität zum Thema

Göttingen, 24.9.2014

Der deutsche Historikertag leistete sich im Jahr 2014 ein Novum: Erstmalig machte der bundesweite Leitkongress der Historikerzunft auf seinem bundesweiten Treffen, zu dem 3000 Gäste aus Deutschland und dem Ausland kamen, Homosexualtät zum Thema einer eigenständigen Sitzung mit fünf Vorträgen. Motto der Gesamtveranstaltung: "Gewinner und Verlierer", was die Aufnahme des Homo-Themas nahelegte. Damit sind Lesben und Schwule knapp 50 Jahre nach den ersten Liberalisierungsschritten des Sexualstrafrechts der Bundesrepublik endlich zu historischen Subjekten aufgestiegen, die auch von den Verbänden anerkannt und gewürdigt werden. Rund 100 ZuhörerInnen fanden den Weg in Hörsaal 102 des Zentralen Hörsaalgebäudes der Georg-August-Universität Göttingen. 

Eroeffnung_litwinschuh

Auf dem Podium saßen (v.l.n.r.) Jörg Litwinschuhn, geschäftsführender Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, der die Sitzung moderierte, Michael Schwartz (u.a. Institut für Zeitgeschichte, München), Norman Domeier, Assistenzprofessor für moderne europäische Geschichte an der Universität Stuttgart, Martin Lücke,  Professor für Didaktik der Geschichte und Verfasser einer Dissertation über männliche Prostitution,  Rainer Nicolaisen, Professor für Neuere Geschichte und Leiter der Stelle für Universitätsgeschichte an der Universität Hamburg, und Maria Borowski, Studienrätin und Doktorandin. Rüdiger Lautmann und Claudia Bruns, ebenfalls eingeplant, mussten wegen Krankheit absagen, desgleichen der ursprünglich vorgesehene Moderator Franz X. Eder aus Wien.

 

Die Liste zeigt schon, dass es allzu innovativ dann aber doch nicht werden sollte: Vier von fünf Vorträgen hielten (homosexuelle) Männer, die über (homosexuelle) Männer aus männlich-homosexueller Sicht referierten - teils aus Material, das zwar von hoher Qualität, aber schon vor vier Jahren veröffentlicht worden war, etwa die Forschungen von Norman Domeier zum Eulenburg-Skandal. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass dieses Thema uninteressant oder schlecht präsentiert gewesen wäre. Nur drängt sich die Frage auf, ob es wirklich so wenig aktuelle LGBTI*-Forschung gibt, dass man anlässlich einer so hochrangigen Veranstaltung auf mehr oder weniger Bekanntes zurückgreifen muss.

Wissenschaftliches Highlight der Veranstaltung war die Präsentation sechs kurzer Lebensgeschichten  ehemaliger Studenten der Universität Hamburg, denen im Dritten Reich ihre Doktorwürde und (bei Ärzten) Approbation entzogen wurde, weil sie wegen § 175 verurteilt worden waren.  Die Namen und Geschichten dieser Männer waren zuvor noch niemals öffentlich präsentiert worden. Skandalös: Noch immer wurden nicht alle Männer, die aus diesem Grunde ihrer akademischen Ehren verlustig gingen, wieder voll rehablilitiert. Nicolaisen forderte am Ende seines Vortrags dringlich dazu auf, dies endlich und in vollem Umfang nachzuholen. Übrigens wurde keiner einzigen Lesbe wegen ihrer Homosexualität der Doktorgrad im 3. Reich aberkannt. Allerdings gab es ohnehin weitaus weniger Doktorandinnen als heute. Doch diejenigen 7 Prozent Frauen unter bundesweit rund 3000 Fällen, die ihren Doktorgrad verloren, waren ganz überwiegend exilierte Jüdinnen. Obwohl weibliche Homosexualität in der sogenannten Ostmark (dem angeschlossenen Österreich) nach §129 des österreichischen Strafgesetzbuches strafbar war, traf die Aberkennung der Doktorwürde keine österreichische Lesbe, die wegen § 129 verurteilt worden wäre.

Interessant auch der Vortrag von Michael Schwartz, der sich mit den medialen Reaktionen auf die Reform des § 175 in den Jahren 1968 und 1969 sowie in der Zeit bis zur zweiten Reform des §175 1973 befasste. Sein Fazit: Viel von der vorgeblichen Liberalität war auch damals Scheinliberalität. Dass man dies sogar für die angeblich so libertinären 20er Jahre des 20. Jahrhunderts sagen konnte, wies Martin Lücke in seiner Arbeit auf: Homosexuelle waren dann ok, wenn sie sich ansonsten ins normale Geschlechterklischee einreihten und nicht unangenehm auffielen. Gut war die "anständige", böse die "randständige" Homosexualität - ob das auch für Lesben galt, kam leider in dem Vortrag nicht vor, obwohl es sich thematisch durchaus angeboten hätte.

Maria Borowski beendete den Reigen mit der Präsentation erster Arbeitsergebnisse ihrer im Entstehen begriffenen Dissertation über Lesben und Schwule in der frühen DDR. Sie berichtete über die Auswertung von insgesamt dreizehn qualitativen Interviews (fünf Lesben, acht Schwule). Theoretischer Hintergrund war Judith Halberstams Theorie von der Queer Failure, die queeres Verhalten nicht als Fehlschlag im Sinne des gesellschaftlichen mainstream, sondern als bewusstes Scheitern im Zuge der Erprobung anderer Wege auffasst. Auf das fertige Werk darf man gespannt sein.

Interessante Neuigkeiten gab es auch am Rande: Eher zufällig entdeckte die Autorin eine Neuerscheinung von Rolf Thalmann. Zwei Jahre recherchierte Thalmann an seiner Biografie des Schweizer Modisten, Autodidakten und Autoren Heinrich Hössl, die unter dem Titel "Keine Liebe ist an sich Tugend oder Laster" soeben in der Schriftenreihe der Heinrich Hössl Stiftung im Chronos-Verlag erschienen ist.

 

                                                                     

Lesbenkultur über vier Jahrzehnte

5.11.2014 - LeTra, München, Angertorstraße: Podiumsdiskussion Lesbenkultur

Vor vollem Haus fand am 5. November 2014 im  LeTra-Zentrum im Rahmen der Lesbenkulturtage 2014 eine Podiumsdiskussion zum Thema Lesbenkultur statt - initiiert und organisiert unter anderem von Forums-Vorstandsfrau Christine Schäfer. Das erste Bild zeigt die stolzen Organisatorinnen - von links nach rechts: LeTra-Mitfrau Rita Braatz, Rosa-Alter-Vertreterin Sabina Lorenz, Christine Schäfer vom forum homosexualität münchen e.V. und Agnes Lang von den Powerlesben/LesKult e.V., die Gruppe die innerhalb von nur sechs Monaten im kleinen Team die diesjährigen Lesbenkulturtage organisierte.

 

 

Auf dem Podium fanden sich vierzig Jahre aktive Lesbenbewegung zusammen - von links nach rechts: Moderatorin Stephanie Olbrich, Erika Friedrich, die mit ihrer Lebenspartnerin ab den Siebzigern viele Münchner Lesben- und lesbisch/schwule Lokale - unter anderem die Diskotheken Pompi in der Hans-Sachs-Straße, Together am heutigen Standort des Faun und Sappho am Gärtnerplatz - betrieb und damit zu den ersten gehörte, die Räume für lesbische Frauen schufen, in denen sie sich offen zeigen konnten, Sabine Holm, Mitte der 70er Jahre Mitbegründerin des Münchner Frauenbuchladens Lillemors, später des Frauenfilmprojekts Scala und der Münchner WenDo-Gruppe, Andrea Bergmann, in den späteren 80er und frühen Neunzigern Gründerin der Lesbenberatung LIB und Kämpferin für deren Gemeinnützigkeit sowie Cornelia Bumes, seit den frühen 2000ern aktive Vorstandsfrau von diversity münchen und Mitbegründerin des bayernweit einzigen LesBiSchwulen Jugendzentrums "diversity", die sich besonders für ein respektvolles, gleichberechtigtes Miteinander aller LGBTI*s einsetzt.

Das Thema füllte das LeTra bis auf den letzten Platz.

Erika Friedrich entdeckte noch in den späteren Siebziger Jahren auf einer Verwaltungs-Karteikarte der Behörden zu ihrer Person einen rosa Winkel, der sie als Homosexuelle kennzeichnete, verweigerte eifersüchtigen Ehemännern in Polizeibegleitung mutig den Eintritt zu ihren Etablissements, musste ihr erstes Lokal Pompi nach Mobbing durch einen neuen Hauseigentümer aufgeben und will sich, so die Kräfte ausreichen, dafür einsetzen, dass für die Rosa Liste eine Lesbe in den Stadtrat einzieht.

Sabine Holm fand in der Anti-§218-Bewegung der 70er zum ersten Mal Gleichgesinnte, die sich für die Rechte von Frauen einsetzten, und in WenDo den Weg zur eigenen Kraft und Selbstsicherheit. Der von ihr mit begründete Frauenbuchladen wurde zu einem zentralen Projekt des Austauschs von Menschen und Ideen. Lillemor`s und andere Frauenbuchläden holten Frauenliteratur und -themen aus der Tratschecke und machten, was Frauen bewegte, zu gesellschaftlichen Debatten, die von allen ernst genommen wurden. Deshalb wurde 2014 Lillemor`s, die "Fachbuchhandlung zum Thema Frau" - heute betrieben von Andrea  Gollbach und Ursula Neubauer und nicht mehr in der Arcis-, sondern in der Barerstraße gelegen - als beste Fachbuchhandlung Deutschlands ausgezeichnet. Lillemors hat Bücher zu lesbischen Themen als einzige Münchner Buchhandlung selbstverständlich und in nennenswertem Umfang vorrätig und verdient daher unser aller aktive Unterstützung durch Bücherkauf.

Andrea Bergmann musste sich als Mitbegründerin des Lesben-Informations und -Beratungsprojekts LIB immer wieder - bis in die Anfänge der 90er - von der Steuerverwaltung des Landes Bayern, wo damals ein restaurativer Kurs herrschte, die Gemeinnützigkeit der Beratungsstelle bestreiten lassen. Begründung stets: Die Förderung lesbischer Aufklärungsaktivitäten entspreche nicht den Interessen der überwiegenden Allgemeinheit und sei damit nicht förderungswürdig. Dagegen half nur intensive und ausdauernde Öffentlichkeitsarbeit und die Kooperation mit anderen AkteurInnen, namentlich AK Uferlos und Grüne im Bayerischen Landtag. 1993/94 war dann die Gemeinnützigkeit endlich erreicht - ein großer Schritt nicht nur für das Projekt LIB, dessen Nachfolge später LeTra antrat, sondern für alle lesbischen und schwulen Projekte in Bayern.

Cornelia Bumes fand über das Frauen/Lesbenreferat der LMU im Jahr 2000 zur Lesbenbewegung und gehörte zu den GründerInnen der JuLes (Gungen Lesben) beim LGBTI*-Jugendverband Diversity und gründete das noch heute existierende Diversity Café. Dort begegnen sich LGBTI*, haben Gelegenheit zum Austausch und dazu, wechselseitige Vorurteile abzubauen. Cornelia Bumes sorgte mit anderen dafür, dass Lesben im Rahmen lesbisch-schwuler Nachwuchsgruppen in München besser wahrgenommen wurden - bis hin zu einem dreiköpfigen Diversity-Vorstand, der trotz zwei Dritteln männlicher Mitgliederr zeitweise zwei Lesben angehörten.

Kurzes Fazit: Über vier Jahrzehnte haben die Aktiven der Lesbenbewegung geistige Freiräume und reale Räume erobert und erarbeitet, in denen Lesben unbehelligt sie selbst sein können. Dies ist auch in einem liberaleren Zeitalter nicht überflüssig. Vielmehr bedürfen diese Räume nun der Erhaltung, Belebung durch vielfältige Aktivitäten und wo Bedarf existiert auch der Erweiterung durch viele lesbische Frauen unabhängig von Alter, Beruf, Einkommen, hautfarbe oder Glauben. Auch transsexuelle Menschen sind heute willkommen, die Vielfalt lesbischer Kultur durch ihre Initiativen und Ideen zu bereichern.

 

 

 

 

 

Unbedingt sehenswert: Der Kreis

Kinostart: 23. Oktober

In den 50ern war die Schweiz und besonders das lebenslustige Zürich, verglichen mit Deutschland, nicht nur rein rechtlich ein Mekka der Schwulen und Lesben: Das Alpenland kannte schon lange keine strafrechtliche Verfolgung der Homosexualität mehr und das Leben gestaltete sich infolgedessen etwas freier. So gab es für schwule Männer die mit Beiträgen in Deutsch, Englisch und Französisch gefüllte Zeitschrift "Der Kreis". Sie wurde den Mitgliedern des gleichnamigen Clubs, rund 2000 Lesern im In- und Ausland, in einem neutralen Briefumschlag zugestellt. Dennoch war auch in der Schweiz längst nicht alles wunderbar - den Vorurteilen der bürgerlichen Gesellschaft waren die Schweizer LGBTI* genauso ausgesetzt wie anderswo. Beispielsweise zensierten die Schweizer Behörden den Inhalt des "Kreises".

"Der Kreis", der aktuelle Film von Stefan Haupt ("Der Rosenkrieg", Petterson und Findus", "Out of Rosenheim") im Verleih bei der Edition Salzgeber, erzählt einen Ausschnitt aus der Geschichte der Zeitschrift und die damit verwobene des ersten schwulen Paares, das 2003 in der  Schweiz heiratete. Räbi Rapp, Friseur, Transvestit und Sänger, aus einer Theaterfamilie stammend, lernt beim "Kreis" Ernst Ostertal kennen, einen aus dem großbürgerlichen Milieu stammenden Lehrer. Die beiden verlieben sich und werden ein wichtiger Teil der Freundesgruppe, die die Zeitschrift und den jährlichen Ball dese "Kreises" im Stadttheater von Zürich gestaltet. Doch als hintereinander drei schwule Männer von einem Stricher ermordet werden, die Polizei den Täter nicht findet und sich der Gründer des Kreises, Rolf, weigert, die Adressen des "Kreises" der Polizei herauszugeben, macht diese Druck: Der jährliche Ball wird verboten, Razzien in Schwulenkneipen finden statt, der Rektor der Schule, an der Ernst tätig ist, ein heimlicher Klappengänger, wird vor seiner nichtsanhenden Frau durch einen Polizisten geoutet. Die Züricher Schwulen sollten keine Ruhe mehr finden, bis im Jahr 1968 die Jugendrevolte auch über Zürich hinwegging und die Aufmerksamkeit von der Szene ablenkte. Doch dann liberalisierten andere Länder,etwa Dänemark, ihre Sexual- und Pornographiegesetzgebung, und der für heutige Begriffe eher biedere "Kreis" verlor seine Leserschaft und musste aufgeben.

Einfühlsam, niemals zu dick auftragend und keine Sekunde langweilig porträtiert Haupt seine Helden. Die Szene am gutbürgerlichen Kaffeetisch der Ostertags, die dank Schwulenangst und Klassenvorbehalten der Eltern zum spaßfreien Spießrutenlauf für Ernst und Räbi wird, ist dafür nur ein Beispiel. Der besondere Reiz des Filmes liegt in der Mischung aus liebevoll ausgestatteten Spielszenen und Interviews mit den realen Protagonisten, die heute noch leben. Im Kontrast zwischen den 50ern und heute zeigt sich deutlich der weite Weg, den die Schwezier Gesellschaft und nicht nur sie in den vergangenen Jahrzehnten zurückgelegt hat. Fazit: Genau das Richtige für einen Herbstnachmittag oder -abend. 

 

Ariane Rüdiger

forum beim queer-fem-camp am Walchensee

16./17. August 2014

Auf Einladung des von queer-fem-sued veranstalteten All-Gender-queerfemcamp in einem Jugendlager am Walchensee hatte das Forum Gelegenheit, inhaltlich beizutragen. Am Walchensee trafen sich rund 130 Personen unterschiedlichster Geschlechter nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich, Russland und der Ukraine sowie den USA. Es gab ernste Vorträge, aber auch einen Clowns-Workshop. Lagerfeuerromantik trotz kräftiger Schauern und rege Diskussionen, die aber allesamt in einer konstruktiven Atmosphäre verliefen. Ariane Rüdiger, forum homosexualiät münchen, hielt einen Vortrag zur Arbeit des AK Lesbenpolitik Uferlos, einer wichtigen lesbenpolitischen Gruppierung im München der 1980er und 1990er Jahre. Seine Inhalte speisten sich aus den sieben Ordnern archivarischer Materialien, die dem 2014 ins Leben gerufenen Lesbenarchiv des Forum von KOFRA München (Kommunikationszentrum für Frauen in der Arbeitswelt) zugestiftet wurden. Auch vom queer-fem-camp erhielt das Forum Spenden fürs Archiv, die das Camp 2014 dokumentieren.

CSD Bad Tölz: Forum mit dabei

Das Forum unterstützte den erfolgreichen 1. CSD im Oberland mit einem Informationsstand. Wer mehr über den Verlauf der Veranstaltung wissen möchte, findet hier alle infos, einen Link zur Fotogalerie von SchuTz und Links zu allen beteiligten Organisationen. Unseren Freundinnen und Freunden in Tölz und dem gesamten Oberland noch einmal Dank für den Mut und das Engagement, den CSD nun auch ins Voralpenland zu bringen.

Gedenktafel für schwule NS-Opfer

Am 15. September 2014 wurde erstmals eine Gedenktafel für drei homosexuelle Todesopfer in der KZ-Gedenkstätte Dachau eingeweiht. Der Mord an Schwulen in der NS-Zeit wird nun endlich auch namentlich sichtbar. Die Initiative ging vom Verein "Rosa Strippe" in Bochum aus, da die Opfer aus dem Ruhrgebiet stammten. Die Rosa-Winkel-Häftlinge Alfred Quaas, Wilhelm Erdmann und Alfred Kremer starben im Jahr 1941 im KZ Dachau. Jürgen Wenke, ein Mitarbeiter der Rosa Strippe hat das Projekt maßgeblich unterstützt. Nunmehr erinnert im Gedenkraum der KZ-Gedenkstätte neben dem Rosa-Winkel-Stein, den die Münchner Schwulengruppen vor 29 Jahren gestiften haben, auch eine individuelle Gedenkplatte an die Ermordung der homosexuellen Männer.

 

Einweihung der Gedenktafel mit Jürgen Wenke und Mitarbeitern der Gedenkstätte

Das Team von München Tourismus bittet um Mithilfe

Umfrage zu LGTB-Tourismus in München

Wir wollens wissen! Wer kommt nach München und warum? Was gefällt, was fehlt?
LGBT-Touristen sollen sich wohlfühlen in München und gerne wiederkommen.
Bitte beteiligen Sie sich deshalb an der Befragung durch die Landeshauptstadt München.

Wir würden uns über eine zahlreiche Teilnahme sehr freuen!
Als Dankeschön für Ihre Teilnahme wird je ein Wochenende (zwei Nächte incl. Frühstück) in folgenden Hotels verlost:

Carat Hotel
Conrad de Ville
Deutsche Eiche
Maritim Hotel
Hotel Torbräu

"München Tourismus" asks for help. You will be linked to a survey of touristic market research: „Touristische Marktforschung LGBT-Community“

Zum Fragebogen in Deutsch / Link to the questionnaire in English:

http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Direktorium/Koordinierungsstelle-fuer-gleichgeschlechtliche-Lebensweisen/Veranstaltungen/LGBT-Tourismus_in_Muenchen.html

Vielen Dank / Thank you very much!

Neues über Münchner Künstlerinnen aus dem 19. Jahrhundert:
"Ab nach München!" - Ausstellung im Stadtmuseum München

München, 12. September 2014 bis 8. Februar 2015

Gabriele Münter, und damit hat sich`s? Wer bisher davon überzeugt war, zu wissen, welche Münchnerinnen im München der Wende zum 20. Jahrhundert sichtbar kreativ tätig waren, kann sich in der neuen Ausstellung des Stadtmuseum München eines Besseren belehren lassen und wird dabei aller Voraussicht nach auch noch viel Spaß haben. Die AusstellungsmacherInnen haben durch fleißiges Wühlen in Archiven und anderen Quellen eine beachtenswerte Sammlung zusammengetragen. Sie fanden den meisten Menschen bisher unbekannte Künstlerinnen - darunter auch einige lesbische - und deren Werke. Die Schau zeigt Arbeiten bekannter Namen wie Münter oder Augspurg neben anderen, deren Werke es verdienen, endlich aus dem Staub der Keller und der beschränkten Öffentlichkeit privater Wände ins Licht der Öffentlichkeit zu gelangen. Das Spektrum reicht von klassischer Bildender Kunst über Fotografie bis zur Textilkunst und Keramik.  

Dazu gibt es viele Informationen zu Personen und Zeitumständen. So erfährt man/frau noch vieles Interessante zur damals überaus frauenfeindlichen Kunstwelt: Beispielsweise war Frauen bis 1920 untersagt, die staatliche Kunstakademie zu besuchen, sie durften nur auf private Schulen. Der Lehrplan dieser Schulen war oft bruchstückhaft und wenig niveauvoll, und zudem waren diese Institute neun- bis zehnfach teurer als die staatliche Bildungsstätte. Daher stammte die Künstlerin im frühen 19. Jahrhundert vorwiegend aus gutbürgerlichen, jedenfalls aber gut betuchten Kreisen. Um dem Missstand abzuhelfen, gründeten die Frauen in den 1880er Jahren ein eigenes Lehrinstitut, aus dem zahlreiche gute Künstlerinnen hervorgingen und das bis 1920 Bestand hatte, als die sexuelle Segregation an der staatlichen Kunstakademie endlich aufgehoben wurde.

Ganz nebenbei blicken BesucherInen beim Betrachten der Ausstellung wehmütig auf eine Zeit zurück, als München nicht vorwiegend für die finanzielle Elite, sondern vor allem die intellektuelle Avantgarde ein extrem wichtiger Anziehungspunkt hierzulande und über Deutschlands Grenzen hinaus war.

Bemerkenswert ist auch das umfangreiche Beiprogramm, das spezielle Führungen, Vorträge, Diskussionen und einige ganztägige Kongresse umfasst. Hier findet sich sicher für viele der eine oder andere intellektuelle Leckerbissen zur geistigen Aufhellung trüber Wintertage.

"Ab nach München! Künstlerinnen um die Jahrhundertwende" geöffnet bis 8. Februar 2015.

 

 

Mehr Raum für die schwul-lesbische Archivarbeit des Verein Forum Homosexualität München e.V.

Für die Stadtratsfraktion Grüne-Rosa Liste haben Thomas Niederbühl und Lydia Dietrich heute die bedarfsgerechte Erweiterung der schwul-lesbischen Archivarbeit des Vereins Forum Homosexualität e.V. beantragt. Durch die dauerhafte Anmietung zusätzlicher Archivräume und zwei geringfügig Beschäftigungen, sog. Minijobs, für den lesbischen und den schwulen Sammlungsschwerpunkt soll die Geschichtsarbeit des Vereins gestärkt werden. | Gepostet am: 26.02.2014  

Dazu Thomas Niederbühl, Stadtrat der Rosa Liste: „Das Forum Homosexualität München leistet grundlegende Arbeit auf dem Gebiet der Schwulen- und Lesbenforschung. Seine Sammlungen von Bücher, Fotos, Filme, Artefakte, Dokumente, Zeitschriften, persönliche Erinnerungsstücke und Alltagsgegenstände sind einmalig. Sie werden als repräsentative Materialien und Objekte aufbewahrt, ausgewertet, der Forschung zur Verfügung gestellt und auch in Ausstellungen und Dokumentationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Bestand umfasst inzwischen etwa 100 lfd. Meter, davon 20 lfd. Meter Bibliotheksbestand. Durch zu erwartende Übergaben weiterer Sammlungen ist ein erheblicher Raumbedarf entstanden, der durch Zumietung neben den bisherigen Vereinsräumen gelöst werden kann. Damit sichern wir auch die schwul-lesbische Geschichte für das Langzeitgedächtnis der Stadt.“   Lydia Dietrich, Stadträtin von Bündnis90/Die Grünen: „Durch eine räumliche Ausweitung kann neben dem Gustl Angstmann Archiv endlich auch das Lesben Archiv München gestärkt und ausgebaut werden. Auf diesem Gebiet leistet das Forum nämlich Pionierarbeit gegen die Unsichtbarkeit von lesbischer Geschichte und lesbischem Leben. Dazu gehört partiell auch die Geschichte der Neuen Frauenbewegung, da diese Bewegung stark von lesbischen Frauen getragen wurde. Durch zwei Stellen für den lesbischen und schwulen Schwerpunkt auf Basis sog. Minijobs kann die Archivarbeit, die bisher rein ehrenamtlich geleistet wird, auch fachlich unterstützt und aufrecht erhalten werden.“  

Verantwortlich: Thomas Niederbühl, 0171-8348853, thomas.niederbuehl(at)rosaliste.de, Lydia Dietrich, 0172-8270462, lydia.dietrich(at)muenchen.de

Lesben - und Schwulenforschung wird offiziell

Das Land Rheinland-Pfalz lässt die Verfolgungsgeschichte homosexueller Menschen von einer hochrangig besetzten Kommission erforschen

Wie in einer Pressemitteilung der Magnus-Hirschfeld-Stiftung mitgeteilt wurde, hat das Land Rheinland-Pfalz beschlossen, seine Geschichte in Bezug auf die Verfolgung und Diskriminierung homosexueller Menschen beiderlei Geschlechts aufzuarbeiten. Dazu wurde unter Federführung des Familienministeriums ein Forschungsprojekt gestartet. Es wird durchgeführt vom Institut für Zeitgeschichte München und Berlin (IfZ) und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH). Begleitet wird das Projekt von Vertreterinnen und Vertretern diverser Ministerien, der Landeszentrale für politische Bildung, dem Landeshauptarchiv Koblenz und dem QueerNet Rheinland-Pfalz e.V. als Vertretung der Betroffenen. 2015 soll das Endergebnisse veröffentlicht und unter anderem zu einer Ausstellung verarbeitet werden. Das Budget liegt bei insgesamt 100.000 Euro.

Gedenktafel in Berlin geschändet - LSVD erstattet Anzeige

München, 24.2.2014

Nach den unsäglichen BIA (Bürgerinitiative Ausländerstopp)-Plakaten in München (Berichterstattung siehe z.B. hier) wurde, wie der LSVD auf seiner Website berichtet, am Freitag die Gedenktafel für die im KZ gestorbenen Lesben und Schwulen am Berliner Nollendorf geschändet. Das kann uns als Verein, der seine Ursprünge in der Erinnerungsarbeit an das Schicksal von Schwulen und Lesben im Nationalsozialismus hat, nicht kalt lassen. Als Reaktion hat der LSVD Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Verein lesbischer und schwuler Polizisten (VelsPol) in Brandenburg ruft in einer Pressemeldung Zeugen dazu auf, sich zu melden und so die Ermittlungsarbeit zu unterstützen. Wir erklären uns ausdrücklich mit allen Bestrebungen solidarisch, die Täter zu ermitteln und versuchen weiter durch unsere Aufklärungsarbeit in München dazu beizutragen, dass nazistisches, rassistisches und homophobes Gedankengut keine Chance bekommt.

Neu in der Bildergalerie: Bericht von der Anti-Gergiev/Putin-Demo vor dem Gasteig/18. Dezember 2013

Reden, eine Performance und viele interessante Plakate bestimmten diesen Abend, der von der schwul-lesbischen Verbindungsgruppe München-Kiev gestaltet wurde.
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Neue Queer-Zeitschrift: Queerulant_in

Erhältlich in München im LesBiSchwulen Jugendzentrum diversity

Wer gern das Neuest über queere Theorie frisch von der Uni wissen möchte, der kann es in der recht neuen Zeitschrift Queerulant_in finden. Sie erscheint schön traditionell im Print-Format, hat aber auch eine Website, auf der man zum Beispiel findet, wo die Zeitschrift erhältlich ist oder welche Themen in der nächsten Ausgabe beackert werden. Offen für Beiträge ist das Werk anscheinend auf jeden Fall - Münchner WissenschaftlerInnen, die sich mit queeren Themen beschäftigen, können also ihre Arbeiten hier einem breiteren Publikum zugänglich machen.

 

Neues in der Bildergalerie: Kongress Gleichgeschlechtliche Lebensweisen!

16.12.2013 Forum Homosexualität München war auf dem Kongress Gleichgeschlechtliche Lebenswseisen der Hirschfeld-Eddie-Bundesstiftung. Impressionen und Kommentare...
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Kommende Veranstaltungen
Fr, 20.10. VielfALT - Öffnung der vollstationären Pflege für Lesben, Schwule & Transgender
Fr, 20.10. Gedenkveranstaltung am Mahnmal für die homosexuellen NS-Opfer
Do, 02.11. 6.QUEER - Streifen Filmfestival Regensburg
Di, 21.11. Führung durch das Archiv des Forums
Fr, 01.12. Welt Aids Tag
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Letzte Änderung: 04.05.2017 (JIO)