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Veranstaltungen

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Vergangene Veranstaltungen finden sich unten im Menüpunkt "Rückschau".

Vernissage der Ausstellung: We are part of culture

12. Juli 2018, Beginn: 19:00

WE ARE PART OF CULTURE - Großer Bahnhof für LGBTTIQ*

Verfolgung, Ermordung, Ausgrenzung, Mobbing und Diskriminierung charakterisieren bis heute die weltweite Lage von gleichgeschlechtlich liebenden Menschen und Menschen mit einer geschlechtlichen Thematik. Immer wieder werden LGBTTIQ* Opfer von physischer und psychischer Gewalt. Die Aufarbeitung der Verbrechen, die Sichtbarmachung der Nicht-Gleichbehandlung sowie den Opfern ein Gesicht und ihrer Geschichte Raum zu geben, ist enorm wichtig im Kampf um Gleichberechtigung, Akzeptanz und Respekt. Und doch ist diese Fokussierung einseitig und weißt LGBTTIQ* eine Rolle, eine Haltung zu: die des Opfers.
Das Projekt 100% MENSCH hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Bild zu erweitern und klarzustellen: Wir sind mehr als Opfer! Wir haben diese Gesellschaft, diese Kultur aktiv und positiv mit gestaltet. Wir haben Geschichte geschrieben. WE ARE PART OF CULTURE!
Die Kunstausstellung WE ARE PART OF CULTURE zeigt über 30 LGBTTIQ*-Persönlichkeiten von der Antike bis heute, die unsere Gesellschaft, unsere Kultur nachhaltig geprägt haben. Die Portraits der Persönlichkeiten wurden von national und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern in unterschiedlichsten Stilrichtungen speziell für die Ausstellung geschaffen.
Die Begleittexte der Ausstellung wurden auf deutsch, englisch, russisch und arabisch erstellt. Dabei wurde auf die Verwendung einer einfach zu verstehenden Sprache geachtet.
WE ARE PART OF CULTURE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie der Bundeszentrale für politische Bildung.

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Buchpräsentation im Sub

12. Juli 2018, Beginn: 19:30

Kirsten Nilsson, geboren 1931 als Karl Erick Böttcher in der Mark Brandenburg, sollte ein bewegtes Leben führen. 1945 aus Küstrin nach Oberbayern geflohen lernte er Damenfriseur und Kostümschneider, studierte im München der Nachkriegszeit Schauspiel und Tanz, tauchte in die Schwulenszene ein und arbeitete beim Zirkus, bevor er Ende der 50er Jahre als Sylvia seine Berufung als Damenimitator in den Travestie-Clubs von München, Berlin und Hamburg fand. 1964 unterzog sich Kirsten als eine der ersten in Deutschland einer riskanten, geschlechtsangleichenden Operation in Marokko. Sie trat als Tänzerin und Sex-Star in den Erotik-Theatern von St. Pauli auf, besaß eigene Bars und Strip-Lokale und arbeitete auf dem Edelstrich. Kirsten starb im Juli 2017.

Die Lesung aus der 2017 im Forum Homosexualität München erschienenen Lebensgeschichte präsentiert Stationen aus Kirstens bewegtem Leben, eine Filmcollage des Künstlers Philipp Gufler setzt sich mit Kirstens Biografie auseinander.

Es lesen Sabrina Berndt und Caroline Sollacher, Moderation: Linda Strehl.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Sub Sub - Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V. und forum homosexualität münchen e.V.

Eintritt frei, Spenden willkommen.
Veranstaltungsort: Sub - Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V., Müllerstr. 14, 80469 München, Tel. 089/8563464-00

 

CSD München

14. bis 15. Juli 2018


Auch dieses Jahr ist das Forum mit Infostand und Ausstellung zum Christopher Street Day in München mit dabei! Wir freuen uns auf viele Besucher_innen!


Ort: Marienplatz München vor dem Kaufhof in der Rosenstraße

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Slutwalk München 2018

21. Juli 2018, Beginn: 15:00

 Der Slutwalk München kämpft seit Jahren gegen Sexismus und für sexuelle Selbstbestimmung. Wenn du etwas bewegen und die Welt schöner machen willst, kommt zur Demo am 21.07.2018 um 15 Uhr am Marienplatz, München.

 

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Tales from the Island - Daniele Maffeis

28. Juli 2018, Beginn: 19:00

Daniele Maffeis (geb. 1982 in Bergamo) lebt und arbeitet in Mailand, Italien. Im Fokus seines künstlerisches Schaffens steht das Interesse für Ökologie und Geschichte vor allem sozialer und politischer Ideen, d.h. Wie sie sich entwickeln, gegenseitig beeinflussen und Individual- wie Gruppenverhalten formen. Aktuell richtet er sein Augenmerk auf “Blickregime” und die Aufhebung der Sexualität in der Freikörperkultur.

Sein Projekt beinhaltet die Interaktion mit einem naturhaften Umgebung, die – von besonderen menschlichen Verhaltensweise beeinflusst – zu einem Cruising-Gebiet von Homosexuellen wird. Dieser Kontext, der durch eine üppige Natur gekennzeichnet ist, wird zu bestimmten Tageszeiten durch ein komplexes Netzwerk von Verhaltensmustern radikal verändert: Hinterhalte Aufklärungen, Verfolgungsjagden, vermeidbare Blicke, verweigerte Blicke, Verschleierung, räuberische Intimität, Frustration und Vergnügen. Ein faszinierender und schwer zu kategorisierender Kontext, in dem es Räume für Experimente und sexuelle Freiheit gibt. Es ist zuzüglich ein Ort, an dem stark stereotype, oft instrumentalisierende und exklusive Interaktionsformen ausgespielt werden, ein Raum, der zugleich Zugehörigkeit und Segregation ist: eine Insel.

Daniel Maffeis Projekt ist so konzipiert, dass er mit der heterogenen Gemeinschaft von Individuen und deren Sehnsüchten interagiert, die mit seiner Inszenierung in Kontakt kommen. Zwei Wochen lang wird der Künstler die Insel besuchen, um kleine Veränderungen zu veranlassen. Eine erste Interventionsstufe ist rein szenographisch und besteht darin, visuelle und textliche Präsenzen in der natürlichen anmutenden Umgebung einzuführen. Unerwartete Erscheinungen sollen Überraschung und eine selbstreflexive Verschiebung einführen.

Am 28. Juli wird der Künstler in einer Ad-hoc-Inszenierung und einer narrativen Performance über die während seines Aufenthaltes gesammelten Eindrücke erzählen.

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Kuratiert von Emily Barsi und Martina Oberprantacher.

Veranstaltung im Kunstraum München

Holzstraße 10 Rgb., 80469 München

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QUEER ARCHIVES INSTITUTE

17. September 2018, Beginn: 19:00

Künstlergespräch mit Karol Radziszewski, Gründer des QAI und Herausgeber des DIK Fagazine

Das Queer Archives Institute ist eine unabhängige Organisation, die sich der Erforschung, Sammlung, Digitalisierung, Präsentation, Analyse und künstlerischen Interpretation von queeren Archiven mit einem besonderem Schwerpunkt auf Mittel- und Osteuropa widmet. Das QAI wurde im November 2015 von Karol Radziszewski gegründet und ist ein langfristiges Projekt, das mit Künstler*innen, Aktivist*innen und Akademiker*innen zusammenarbeitet.

Karol Radziszewski lebt in Warschau, Polen, wo er nach seinem Studium an der Kunstakademie 2005 das DIK Fagazine gründete. In seinen Worten ist es „das erste Magazin aus Osteuropa, das sich mit dem Thema Männlichkeit und Homosexualität im breiten Kontext von Kultur und Kunst auseinandersetzt“. Neben Polen schreibt Karol darin unter anderem über Rumänien, Estland, Lettland, Serbien, Tschechien und Ungarn vor dem Ende der Sowjetunion. Die bisherigen zwölf Ausgaben des DIK Fagazine berichten über Cruising-Bereiche, schwule Nacktstrände, Zines und die ersten Reaktionen auf die Anfänge der AIDS-Epidemie im früheren sogenannten Ostblock sowie über aktuelle Ereignisse in Polen. Wir zeigen Ausschnitte aus Gesprächen, die Karol mit Zeitzeug*innen führte. Im Anschluss findet eine Diskussion mit Philipp Gufler, Künstler und Mitglied des forum homosexualität münchen, statt.

Die Veranstaltung in englischer Sprache ist eine Kooperation von Lothringer13_Florida und dem forum homosexualität münchen e.V.

  

LOTHRINGER13_FLORIDA

Lothringer Straße 13, RGB, 81667 München

Abbildung: AIDS series von Radziszewski

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Kommende Veranstaltungen
Sa, 21.07. Slutwalk München 2018
Sa, 28.07. Tales from the Island - Daniele Maffeis
Mo, 17.09. QUEER ARCHIVES INSTITUTE
 

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Letzte Änderung: 26.06.2018 (FHM)