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Günter Reisbeck

„Die offene Präsenz von Schwulen und Lesben im Münchner Stadtrat kann der Münchner Kommunalpolitik nur nützen.“
(Aufruf zur Stadtratswahl 1996)

 

Günter Reisbeck (1948-2008) war ein Münchner Psychologe und Psychotherapeut. Er war lange Zeit steitbarer Kämpfer im Ortsverband der SPD, aus der er dann austrat. Später war er maßgeblich beteiligt am Aufbau der Münchner AIDS-Hilfe und der Rosa Liste, und als diese auch nach dem zweiten Anlauf 1994 nicht in den Stadtrat gelangte, fand Günter Reisbeck die richtigen Worte, um die Wählerinitiative zum Weitermachen zu motivieren, bis sie schließlich 1996 erfolgreich war. Er war Initiator und engagierter Vermittler vieler schwullesbischer Projekte in München, wie der Beratungsstelle des Sub oder der schwul-lesbischen Akademie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, und Organisator der CSD-Veranstaltungen. Reisbeck gründete den Verband lesbischer und schwuler PsychologInnen in Deutschland (VSLP) und die schwullesbische Forschungsgruppe an der Uni München.

In allen Bereichen des schwulen Lebens in München war Reisbeck präsent und hat sich im besten Sinne eingemischt: Als kluger Kommentator ließ er keine noch so latent schwulenfeindliche Anspielung in der Presse durchgehen. Als Wissenschaftler und Therapeut gab er über die Grenzen Münchens hinaus wichtige fachliche Impulse. Als sprachgewaltiger politischer Beobachter gab er wichtige Anregungen, wie sein und unser aller München besser werden könnte.

 

 

 

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Letzte Änderung: 10.02.2016 (JIO)