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Catharina Margaretha Linck

„Wenn [ich] auch schon aus dem Weg geräumet würde, es bliebe doch dergleichen.“

 Catharina Margaretha Linck, geboren 1687 in Halle (Saale), gestorben 1721 in Halberstadt, war die letzte Frau, die in Europa wegen der sogenannten Unzucht zwischen Frauen hingerichtet wurde. Seit ihrem 15. Lebensjahr als Mann verkleidet, versuchte sie sich zuerst glücklos als Prophet in einer radikalpietistischen Sekte, kämpfte dann mehrere Jahre lang als Musketier im Spanischen Erbfolgekrieg und ließ sich schließlich 1717 in Halberstadt unter dem Namen Anastasius Lagrantinus Rosenstengel mit einer anderen Frau trauen.

Von ihrer argwöhnischen Schwiegermutter verraten, wurde der enttarnten Betrügerin der Prozess gemacht, in dem das Corpus delicti, ein „von Leder gemachtes ausgestopfftes Männliches Glied“, ausnehmend gewürdigt wurde. Der preußische König Friedrich Wilhelm I. persönlich verurteilte sie zum Tode.

Klappentext zu: Angela Steidele, In Männerkleidern. Das verwegene Leben der Catharina Margaretha Linck alias Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, hingerichtet 1721. Biographie und Dokumentation, Köln 2004

 

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Letzte Änderung: 26.04.2018 (JIO)