forum homosexualität münchen e.V. | FannyAnn Eddy
 

FannyAnn Eddy

„Ich hoffe, dass immer mehr Frauen dafür eintreten, woran sie glauben, und ich erhoffe mir eine Welt frei von Diskriminierung, Folter und Gewalt.“

FannyAnn Eddy (geb. 1974) gründete 2002 die Lesbian and Gay Association (SLLGA). Als Mitglied der All Africa Rights Initiative (AARI) und der Coalition of African Lesbians (CAL) erstreckte sich ihre Tätigkeit weit über die Grenzen ihres Heimatlandes Sierra Leone. Die SLLGA leistet soziale und psychologische Unterstützung für eine Szene, die sich aus Angst vor Übergriffen weitgehend im Verborgenen hält. FannyAnn Eddy hatte den großen Mut, sich offen als Lesbe zu zeigen und immer wieder die Verbesserung der Rechtslage von Schwulen und Lesben in ihrem Land einzufordern. Im April 2004 hielt sie eine Rede vor der UN-Menschenrechtskommission, die sie zur Unterstützung aufrief: Lesben und Schwule in Sierra Leone sind immer wieder Opfer von Diskriminierung, Überfällen, Gewalt und Verbrechen bis hin zum Mord, die Täter werden fast nie zur Rechenschaft gezogen.

Am 28. Oktober 2004 wurde FannyAnn Eddy von drei Männern in ihrem Büro vergewaltigt, verstümmelt und ermordet. Die Behörden erklärten, die Tat habe keinen politischen oder homophoben Hintergrund gehabt. FannyAnn Eddy ist Namensgeberin der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, die LGBT-Menschenrechtsarbeit international unterstützt.

 

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Letzte Änderung: 19.10.2016 (JIO)