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SUMMARY:Philipp Gufler: Gauweilereien
DESCRIPTION:\nEröffnung am 16. August um 19 Uhr mit dem Künstler \nKurat
 or: Michael Fürst\nVom 17. August bis 3. September zeigt das Schwule Muse
 um* die Videoinstallation und das gleichnamige Künstlerbuch „Projektion
  auf die Krise (Gauweilereien in München)“ von Philipp Gufler.\nDarin g
 ewährt der Künstler einen kaleidoskopartigen Rückblick auf die Anfänge
  der AIDS-Krise in München in den 1980iger Jahren. Die Videoarbeit verset
 zt die Betrachter_innen in einen klassischen „White Cube“\, in welchem
  Gufler aus dem Archiv Forum Homosexualität München e.V. zusammengetrage
 ne Dokumente in chronologischer Reihenfolge präsentiert. Mit einem „Ma
 ßnahmenkatalog“ beantwortete Peter Gauweiler (ehemaliger bayerischer St
 aatssekretär) das Auftauchen der AIDS Seuche mit ebenso drastischen wie s
 chockierenden Vorschlägen. Nicht etwa die Prävention der Krankheit steht
  im Vordergrund von Gauweilers Maßnahmenkatalog\, sondern die Ausgrenzung
  und letztlich die Auslöschung der „Keimträger“\, sprich der Sexarbe
 iter_innen und Homosexuellen. Diesen Ressentiments stellt Gufler die emanz
 ipatorischen Schlachtrufe der Münchner Schwulen- und Lesbenbewegung entge
 gen und zeichnet somit ein oszillierendes Bild münchnerischer und zugleic
 h deutscher Geschichte.\nZusammen mit der Videoinstallation werden neue Ar
 beiten von Gufler gezeigt\, unter anderem Siebdrucke auf Stoff aus der Ser
 ie "Quilt"\, sowie in Epoxi gegossene Textcollagen mit dem Titel „August
  von Platen“\, die speziell für diese Ausstellung entwickelt wurden.\n\
 nDie Serie „Quilt“ ist eine Hommage an an AIDS verstorbene Personen. A
 IDS war in den 80er Jahren nicht mehr nur eine Frage der Medizin\, sondern
  vielmehr eine der Sozialpolitik und der alltäglichen Homophobie. Im Juni
  1987 wird in San Francisco das Mahnprojekt "NAMES Project AIDS Memorial Q
 uilt" initiiert\, um eine Form für eine Trauerfeier zwischen Privatheit u
 nd Öffentlichkeit zu finden und damit die Verstorbenen vor dem Vergessen 
 zu bewahren. "Das Ausgangsmaterial der Quilts in ihren verschiedenen Stof
 flichkeiten und die unter ihrer Verwendung gewählte Form des Abschiednehm
 ens folgen den Prinzipien der Wiederholung und der Serie\, der Verdichtung
  und der Unterbrechung." (Gürsoy Dogtas)\nEin Ausgangspunkt der in Epoxi 
 gegossenen Textcollagen wiederum bildet das Buch "Deiner Umarmung süßer 
 Sehnsucht" von Hubert Fichte über den Schriftsteller August von Platen (1
 796 - 1835). Der nicht einheitliche Text\, der keiner chronologischen Narr
 ation folgt\, erzeugt ein Springen zwischen Zeiten und Perspektiven und er
 möglicht dadurch verschiedene Bedeutungs- und Identifikationsebenen.\nPhi
 lipp Gufler (*1989) lebt in München. Sein Werk erstreckt sich über versc
 hiedenste Medien (Druckgrafiken\, Performances\, Videoinstallationen u.a.)
 . Studium an der Akademie der Bildenden Künste München\, der Hochschule 
 für Gestaltung Karlsruhe und an der Universiteit van Amsterdam.\n\nAlle A
 rbeiten Courtesy Galerie Françoise Heitsch\, München.\n\nAm 19.08. finde
 t um 19 Uhr ein Gespräch zwischen dem Künstler und der Kunsttheoretikeri
 n Kerstin Stakemeier statt.\n\nFinissage ist am 3. September von 19 bis 22
  Uhr mit DJ Problemi und Lisa Schairer.\n\n
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