Lesung Biographie John Olday
Klaus Sators Biographie von John Olday ist soeben in der Bibliothek rosa Winkel (Band 85) erschienen.
John Olday (1905 – 1977) war Anarchist und Künstler. Er widmete sein ganzes Leben den Idealen eines antikapitalistischen, staatsfreien Gemeinwesens. Während des Nationalsozialismus flieht er nach England; von dort lädt ihn ein Freund nach Australien ein, wo er die große Liebe seines Lebens kennenlernt. Nach dem Krieg avanciert er zum ersten liebevollen Karikaturisten schwulen Lebens, dessen Arbeiten international veröffentlicht werden.
Klaus Sator hat, auf der Grundlage zweier autobiografischer Texte sowie des endlich aufgetauchten Nachlasses Oldays das Bild eines Menschen gezeichnet, dessen große Ziele immer wieder an der Wirklichkeit scheitern und der doch niemals den Mut verliert, nach seinen Idealen zu leben.
Er wird einige ausgewählte Passagen lesen. Danach steht er für Gespräche zur Verfügung.
Datum: 11.05 2026 Uhrzeit: 18:30 Ort: Sub – Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum, Müllerstraße 14, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenBuchpräsentation des Splitter 19: Spuren von Paul | Traces of Paul
Buchpräsentation Spuren von Paul | Traces of Paul, veröffentlicht vom Forum Queeres Archiv München e.V. und BQ, Berlin
Philipp Gufler im Gespräch mit Stefan Gruhne, Nicholas Maniu und Christina Spachtholz (Forschungsgruppe Paul Hoecker) anlässlich der Ausstellung Imitationen von Paul.
Stefan Gruhne, Philipp Gufler, Nicholas Maniu, Christina Spachtholz (Hrsg.), „Splitter 19: Spuren von Paul | Traces of Paul“, Forum Queeres Archiv München e.V. und BQ, Berlin, mit Texten von Karin Althaus, Gerhard Becker, Vera Christoph, Stefan Gruhne, Philipp Gufler, Birgit Jooss, Yuliia Kizyma, Nicholas Maniu, Christina Spachtholz, Arnisa Zeqo (Deutsch/Englisch), 112 Seiten, 14 s&w Abbildungen, 61 Farbabbildungen
Datum: 02.05 2026 Uhrzeit: 3:00 - 4:00 Ort: BQ, Weydingerstrasse 10, Berlin
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenImitationen von Paul
Eröffnung am Freitag, 1. Mai 2026 von 18:00 – 21:00
Nur die wenigsten Biografien hinterlassen ein geschlossenes Archiv. Die meisten existieren vor allem als Spur – in Bildern, in Beziehungen, in dem, was wiederholt, zitiert oder verschwiegen wird. Das Werk von Philipp Gufler setzt genau an diesen Leerstellen an und integriert Fragmente von Geschichte(n) in seine künstlerische Praxis. Für die Ausstellung Imitationen von Paul tritt er in einen Dialog mit dem Maler Paul Hoecker (1854–1910), dessen Leben und Werk lange marginalisiert wurden und dessen umfangreiches Œuvre bis heute nicht vollständig katalogisiert ist. Hoecker’s Karriere fand 1898 ein abruptes Ende, nachdem seine Homosexualität öffentlich zu werden drohte.
In Imitationen von Paul nimmt Gufler Hoeckers vielschichtige Biografie zum Ausgangspunkt für einen Akt künstlerischer Identifikation. Die gezeigten Stoff- und Keramikarbeiten untersuchen, wie sich aus fragmentarischen, archivalischen Spuren neue Formen, Bilder und Erzählungen entwickeln lassen. Imitation erscheint hier jedoch nicht als bloße Nachahmung, sondern – in Anlehnung an die Kunstform des Drag – als Praxis der Aneignung, Überspitzung und Transformation: als ein produktives Verfahren, das Nähe herstellt, Differenz anerkennt und im Wiederholen etwas Eigenständiges hervorbringt.
Der Erzählung gegenüber, die Abgeschlossenheit behauptet, begreifen Guflers Arbeiten Geschichte als offenes Gefüge, das durch künstlerische Bezugnahme weitergeschrieben und verschoben werden kann. In der bewussten Wiederaufnahme von Motiven, Haltungen und Gesten entsteht eine neue Setzung. Während die Stoffarbeit Imitationen von Paul allen bislang bekannten Arbeiten Hoeckers in Form textiler, halbtransparenter Siebdrucke eine beinahe geisterhafte Präsenz im Galerieraum verleiht, beschreitet Gufler mit der Keramikserie Sexualästhetiken einen neuen Weg. Hier treffen Bilder aus und über Hoeckers Leben auf kunst- und sozialhistorische Bildzitate, die den umfangreichen Bildsammlungen aus dem Umfeld des Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld entnommen sind. Die zitierten Motive kreisen um Lust und Sexualität und reichen von prähistorischen Höhlendarstellungen über mittelalterliche und neuzeitliche Kunst bis hin zu Fotografien des frühen 20. Jahrhunderts. So kombiniert Gufler Hoeckers Gemälde Ave Maria unter anderem mit einem Holzschnitt, der die Folter von Menschen zeigt, deren teils lustvoller Gesichtsausdruck jedoch weniger an Leiden als vielmehr an den Marquis de Sade erinnert. Diese Arbeiten lösen sich von einer biografischen Lesart im engeren Sinne. Sie funktionieren assoziativ.
Sowohl den Stoff- als auch den Keramikarbeiten ist dabei eine ausgeprägte Körperlichkeit eigen: Die Stoffarbeit zeigt Hoeckers bisher bekanntes Œuvre und verleiht den Motiven trotz ihrer materiellen Leichtigkeit eine unleugbare Präsenz, wobei der weiße Stoff alle Motive versammelt, die der Forschung bisher bekannt sind, während der schwarze Stoff jene Motive zeigt, die heute als verschollen oder zerstört gelten oder deren aktuelle Besitzer*innen die Forschungsgruppe Paul Hoecker bisher nicht ausfindig machen konnte. Von jedem Gemälde fertigte Gufler in physisch anspruchsvollen Arbeitsschritten Siebdrucke im Originalmaßstab an. Auch in den Keramikarbeiten nutzt er die Siebdrucktechnik und schichtet die Motive zwischen den einzelnen Brennvorgängen übereinander, die schließlich von der stark glänzenden Glasur teilweise wieder verdeckt werden. Dieses bewusste Spiel mit Ver- und Enthüllung erhält durch die Verwendung von Stempeln eine zusätzliche räumliche Dimension und macht die Arbeiten zu Reliefs. In ihrer ausgeprägten Materialität bilden die Keramikarbeiten eine spannungsvolle Ergänzung zur immateriell wirkenden Stoffarbeit.
Als Gründungsmitglied der Forschungsgruppe Paul Hoecker ist Gufler selbst an der kollektiven Recherche zu Hoeckers Leben und Werk beteiligt. Diese gemeinschaftliche Wissensproduktion bildet einen wesentlichen Hintergrund der Ausstellung und wird exemplarisch durch eine Zusammenstellung relevanter Archivalien im letzten Ausstellungsraum präsentiert. Die gemeinsam erarbeiteten Erkenntnisse übersetzt Gufler schließlich in seine eigenständige künstlerische Perspektive. Die Ausstellung entfaltet sich so im Spannungsfeld von kollektiver Wissensproduktion, individueller Autor*innenschaft und der kritischen Reflexion einer lange marginalisierten Künstlerbiografie.
Begleitend zur Ausstellung erscheint die Publikation Spuren von Paul / Traces of Paul (Splitter 19, Forum Queeres Archiv München in Zusammenarbeit mit BQ, Berlin), die Ausstellung und Forschung als performative Kollektivarbeit verbindet. In der Vielstimmigkeit von Texten und Bildern erscheint Paul Hoecker als Teil eines offenen Prozesses fortlaufender historischer und künstlerischer Neubefragung.
Text: Nicholas Maniu und Christina Spachtholz
Datum: 01.05 2026 - 04.07 2026 Uhrzeit: Ganztägig Ort: BQ, Weydingerstrasse 10, Berlin
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenVergangene Veranstaltungen
Archivführung / Archive-Tour zur AIDS-Konferenz
Das Archiv des Forum Queeres Archiv München sammelt seit 1999 Zeugnisse des queeren Lebens in München. Über 4.600 Bücher, mehr als 220 Zeitschriftentitel, Zeitungsausschnitte, Akten, außerdem Poster, Flyer, DVDs, T-Shirts, Buttons und vieles mehr gibt es bei uns zu entdecken. Im Rahmen der internationalen Aidskonferenz bietet Vereinsvorstand Albert Knoll eine thematische Führung zur Aids-Geschichte in unserem Archiv an.
Achtung: Begrenzte Teilnehmendenzahl – bitte um vorherige Anmeldung unter: info@forummuenchen.org oder 089/23269794
The archive of the Forum Queeres Archiv München has been collecting evidence of queer life in Munich since 1999. There are over 4,600 books, more than 220 magazine titles, newspaper clippings, files, as well as posters, flyers, DVDs, T-shirts, buttons and much more to discover here. In addition to the international AIDS conference, association chairman Albert Knoll is offering a thematic tour of the history of AIDS in our archive.
Limited number of participants! Please register in advance at: info@forummuenchen.org or 089/23269794
Datum: 24.07 2024 Uhrzeit: 17:00 - 18:30 Ort: Forum Queeres Archiv München e.V., Bayerstr. 77c Rgb. (leider nicht barrierefrei), München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenAnna Hájková: Menschen ohne Geschichte sind Staub – Queeres Verlangen im Holocaust
Autorinnenlesung & Gespräch
Die Holocausthistorikerin Anna Hájková erklärt, weswegen die Geschichte der gleichgeschlechtlichen Liebe in der Shoah marginalisiert worden ist, und wie ihre Rückkehr eine dekoloniale und sozial gerechte Geschichte dieses Genozids anbieten kann. Basierend auf originaler und umgänglicher Archivforschung, die zweite erweiterte Auflage des Klassikers »Menschen ohne Geschichte sind Staub«, bietet einen prägnanten Einblick in queere Geschichte des Holocaust für Anfänger*innen und Fortgeschrittene.
Moderation: Albert Knoll
Eine Kooperationsveranstaltung des Forum Queeres Archiv München und des Buchladens Rauch & König
Anstatt eines Eintrittsgeldes wollen wir eine Spende an die »Kontaktgruppe Munich Kyiv Queer« ans Herz legen.
Um Anmeldung wird gebeten, per E-Mail: hallo@rauchundkoenig.de oder telefonisch: 089 37 01 53 63.
Datum: 27.06 2024 Uhrzeit: 19:30 - 21:30 Ort: Buchladen Rauch & König, Herzogstraße 84 , München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenQueere Stadtführung
Im Rahmen der Kulturtage Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt –
bietet das Forum Queeres Archiv München eine Stadtführung durch die manchmal bunten, manchmal düsteren Epochen des queeren Münchner Stadtlebens. Dabei wird zwischen Altstadt und Isarvorstadt queeres Leben damals und heute greifbar gemacht. Die Führung beginnt am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz.
Datum: 04.05 2024 Uhrzeit: 16:00 - 17:30 Ort: Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz, Am Glockenbach, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenKulturtage Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Im Rahmen der Kulturtage Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, mit zahlreichen Veranstaltungen, wird das Forum Queeres Archiv München mit einem Infostand vertreten sein. Ihr findet uns auf dem Festplatz im Nußbaumpark (hinter der Sendlinger-Tor-Kirche). Zu den zahlreichen Infoständen sind auch Gastronomie und Biergarten geboten. Wir freuen uns auf zahlreiche Besuche!
Kulturtage-Info
Datum: 04.05 2024 Uhrzeit: 12:00 - 18:00 Ort: Nußbaumpark, Nußbaumstraße 1, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenEinsteins Jugendzeit in unserem Viertel als Basis seiner emanzipatorischen Persönlichkeit
Am Freitag, 3.5. findet der queer-historische Vortrag „Einsteins Jugendzeit in unserem Viertel als Basis seiner emanzipatorischen Persönlichkeit” von Wolfgang Scheel im Rahmen der Stadtteil-Kulturtage im Gemeindesaal St. Andreas (Adlzreiterstr. 20, München) statt.
Wenig bekannt ist, dass Albert Einstein seine Kindheit und Jugend (vom 1. bis zum 15. Lebensjahr) in München verbrachte. Direkt neben seinem Wohnort in Adlzreiterstr treffen wir uns.
Außer seinen naturwissenschaftlich-revolutionären Spitzenleistungen sind andere Seiten seiner Persönlichkeit weniger bekannt, deren Grundlage sich während seiner Jugend in der Isarvorstadt herausbildete: Ein wenig angepasster, freiheitsliebender, gesellschaftskritischer, teilweise revolutionärer Charakter, der sich mehrfach mit der Minderheiten-Rolle identifizierte und an die Seite von Minderheiten stellte, z.B. gegen die Bestrafung von Homosexuellen. So wird es auch um seine Auseinandersetzung mit den repressiv-reaktionären Lehrern am Luitpold-Gymnasium (damals in der Müllerstraße) gehen. Neben diesem Themenschwerpunkt, der auch das gesellschaftspolitische Engagement Einsteins in späteren Jahren streift, wird ein ein allgemeiner Überblick über seine Münchner Zeit präsentiert.
Im Anschluss an den Vortrag findet ein Gespräch statt. Eine Veranstaltung des Forum Queeres Archiv München.
Datum: 03.05 2024 Uhrzeit: 19:00 - 20:30 Ort: Gemeindesaal St. Andreas, Adlzreiterstr. 20, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenDie Rückkehr der Namen
– Ein BR Erinnerungsprojekt –
Setzt mit uns beim Projekttag “Die Rückkehr der Namen” am 11. April ein deutliches Zeichen gegen jegliche Form von Ausgrenzung und Rassismus. Steht ein für unsere freiheitlich- demokratische Grundordnung und unsere Menschenrechte: beim “Weg der Erinnerung” und der Abschlussveranstaltung auf dem Odeonsplatz.
15 Uhr: 1000 Pat*innen informieren die Münchner*innen über die Schicksale der Verfolgten und Ermordeten. Mit Erinnerungstafeln werden sie an Orten mit Bezug zu deren Lebens- und Leidensgeschichten in der Münchner Innenstadt sichtbar sein und den Verfolgten und Ermordeten wieder einen Platz im Stadtbild geben. Das Forum wird dabei sieben verfolgte queere Menschen vertreten: Wilhelm Manhardt, Walter Menges, Hans Max Müller, Georg Bautler, August Gänswein, Georg Fischler, Wilhelm Kaiser. Alle 1000 Mitwirkenden werden dann in einem Sternmarsch zum Königsplatz marschieren, wo sie um 17 Uhr zusammentreffen.
17 Uhr: Pat*innen sowie interessierte Bürger*innen gehen gemeinsam den “Weg der Erinnerung” vom Königsplatz über die Brienner Straße bis zum Odeonsplatz.
18 – 20 Uhr: Am Odeonsplatz gibt es für alle ein vielfältiges Kultur- und Informationsprogramm des Bayerischen Rundfunks und seiner Partner mit Musik, Performances, Zeitzeugeninterviews und Filmen.
Datum: 11.04 2024 Uhrzeit: 15:00 - 20:00 Ort: Münchner Innenstadt und Odeonsplatz, Brienner Str. 1, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenTag der Archive
Auch am diesjährigen Tag der Archive nehmen wir wieder teil. Unser Vorstandsmitglied Stefan Gruhne wird am 02.03. um 14 Uhr eine Führung geben. Wir bitten um Anmeldung.
Datum: 02.03 2024 Uhrzeit: 14:00 - 15:00 Ort: Forum Queeres Archiv München e.V., Bayerstr. 77a RGB III (leider nicht barrierefrei), 80335 München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenForum Schreibwerkstatt
Das Forum Queeres Archiv München bietet ein Seminar zum Thema “Biografisches Kreatives Schreiben” an, unter der Leitung von Dr. Karin Vecker. Der Kurs findet an sechs Abenden statt und soll Euch in Eurer Kreativität fördern. Wir werden mit Übungen unsere Schreibfähigkeit entwickeln und die diversen Aspekte der eigenen queeren Identität und Geschichte erforschen. Als Abschluss des Kurses ist eine öffentliche Lesung geplant, wobei die Anonymität gewahrt bleibt, falls es jemand wünscht.
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Grundlagen des kreativen Schreibens
- Schreiben als Instrument der Selbstreflexion- und expression
- Thematisierung und Exploration queerer Themen und Geschichten
Der Unkostenbeitrag beträgt 10,-€/Abend.
Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 10 begrenzt. Wir bitten um Anmeldungen unter: info@forummuenchen.org
Beginn:
Dienstag, 27.02.24, 19:00 -21:00 Uhr
weitere Termine: 26.03.24/28.05.24/25.06.24/27.08.24/24.09.24
Datum: 27.02 2024 - 24.09 2024 Uhrzeit: Ganztägig Ort: Forum Queeres Archiv München e.V., Bayerstr. 77a RGB III (leider nicht barrierefrei), 80335 München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenC-TV und Crip Magazin
Filmscreening & Artist Talk
Das Forum Queeres Archiv München lädt ins Florida zum Filmscreening und Artist Talk mit den Filmemacherinnen Cordula Thym und Eva Egermann über anti-ableistische und queer-feministische, künstlerische Praxis. Freier Eintritt.
Der Film C-TV von Cordula Thym und Eva Egermann ist ein „farbenfrohes Genre-Multiversum“ (Madeleine Bernstorff), das utopisches Scifi-Kino, Dokufiction, Perfomance, Lesung und mehr verknüpft und damit die ableistische, heteronormative Medienwelt herausfordert. In der heteronomrative Medienwelt werden Menschen mit Behinderungen, chronischen Krankheiten und Neurodiversität oft als „narrative Prothese“ (David T. Mitchell & Sharon L. Snyder), also eine Art Gegenfolie zu Vorstellungen von „Ganzheit“ oder „Normalität“ inszeniert und zumeist rein als Rezipient*innen statt als Produzent*innen von Kultur gesehen. Spielerisch, humorvoll, poetisch, mit Form und Struktur experimentierend entwerfen die Regisseurinnen dagegen eine Welt samt Open Captions und Audiodeskription für gehörloses Publikum, in der Teilhabe und Inklusion, Agency und Sichtbarkeit weit stärker als in unserer gegenwärtigen realisiert sind. Dafür erhielt C-TV 2023 den Diagonale-Preis für Innovatives Kino. (Marie-Noëlle Yazdanpanah).
Die Künstlerin Eva Egermann ist Initiatorin des Crip Magazines. Das Crip Magazine ist eine selbstverlegte Zeitschrift, die seit 2012 in unregelmäßigen Abständen erscheint und Wissen über antiableistische Diskurse, Begriffe wie Crip Time, crip-queere Künstler*innenpositionen oder die historischen Kämpfe der Behindertenrechtsbewegungen vermittelt. Das Projekt dient als Informationsquelle, aber auch „als Werkzeug zur Selbstermächtigung und zum Aufbau einer internationalen queer-feministischen Crip Community“ (Sylvia Sadzinski). Das Magazins versteht sich als ein sozialer Raum, in dem unterschiedliche Affinitäten Gestalt annehmen und in ihrer vielfältigen Materialität sichtbar werden. Im Jahr 2022 wurde ein loses Kollektiv gegründet, das die Produktion des Crip Magazine auf breiterer Basis fortsetzen will.
Eva Egermann (geb. 1979) ist Künstlerin und lebt in Wien. In ihrer künstlerischen und textuellen Praxis befasst sie sich mit aktivistischen Bewegungen, Subkulturen verschiedener Zeiten und überarbeitet Kategorien und politische Bedingungen von Fähigkeit/ Schwäche und nicht-konformen Körpern neu. Im Jahr 2012 hat sie das Zeitschriftenprojekt Crip Magazine ins Leben gerufen. Unzählige Ausstellungsbeteiligungen führten sie an verschiedene Schauplätze, u.a. Kunsthalle Wien, Württembergischer Kunstverein Stuttgart, (2021), 17. Istanbul Biennale. 2021 organisierte sie die >Anti Stigma< Crip Convention im Belvedere 21, Wien.
Cordula Thym (geb. 1977) ist Regisseurin und Film-Editorin. Ihr partizipatives und queer-feministisch geprägtes Filmschaffen rückt marginalisierte Perspektiven in den Mittelpunkt, sei es in Bezug auf Körper, Sprache, oder Zeitgeschichte. Seit 2009 hat sie die zwei preisgekrönten Dokumentarfilme Verliebt Verzopft Verwegen – Geschichten lesbischer (Un-)Sichtbarkeit im Wien der 50er und 60er Jahre und FtWTF – female to what the fuck zum Thema Geschlechter Identitäten realisiert (gemeinsam mit Katharina Lampert). 2017 erhielt sie den Diagonale Preis für beste künstlerische Montage Dokumentarfilm (gemeinsam mit Christin Veith).
Fotocredits: Filmstill aus C-TV (Eva Egermann, Cordula Thym)
Datum: 29.01 2024 Uhrzeit: 19:00 - 21:00 Ort: Lothringer13_Florida, Lothringerstr. 13, RGB, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenSuper BOOKS 4 im Haus der Kunst
Freitag, 3. Nov, 16 – 22 Uhr
Samstag, 4. Nov, 12 – 20 Uhr
Das Forum Queers Archiv München nimmt wieder mit einem Bücherstand an der Super BOOKS 4 teil. Seit dem Auftakt im Jahr 2019 erhält die sehr lebendige und aktive Künstler*innenbuchszene zum vierten Mal die Fläche für einen gemeinsamen Auftritt.
Am 3. und 4. November zeigen über 50 Künstler*innen, Gestalter*innen und alternative Verleger*innen sowie drei Hochschulen ihre aktuellen Produktionen im Haus der Kunst. Neben Produzent*innen aus Deutschland sind in diesem Jahr auch Aussteller*innen aus Spanien, Italien, Frankreich, Österreich, England, Belgien, den Niederlanden und Südkorea vertreten. Die Teilnehmenden sehen sich in der Tradition der 1960er Jahre, als sich im Umfeld der postavantgardistischen Kunstszene neue Kommunikations- und Distributionsnetze bildeten. Ihre Produkte wie Künstler*innenbücher, Magazine oder Zines sind autonome Kunstwerke.
Zusätzlich zu den Präsentationen finden an beiden Tagen verteilt Workshops für alle Altersgruppen mit den Teams von kultur und spielraum e.V. / pirat:innenpresse, Kunsthaus KAT18 und Haus der Kunst statt. Radio 80000, ein nichtkommerzielles Onlineradio aus München, baut während der Veranstaltung sein Studio auf und sendet live aus dem Haus der Kunst mit Sound und Talks.
Datum: 03.11 2023 - 04.11 2023 Uhrzeit: Ganztägig Ort: Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenGedenkveranstaltung für die im Nationalsozialismus verfolgten queeren Menschen
Seit 2009 führt das Forum Queeres Archiv München gemeinsam mit der Wählervereinigung Rosa Liste eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der ersten großen antihomosexuellen Razzia durch die Nationalsozialisten 1934 durch. Die Kundgebung beginnt an der Dultstraße/Ecke Oberanger vor dem ehemaligen Homosexuellenlokal „Schwarzfischer“, einem der Orte, an denen damals viele queere Menschen verhaftet wurden. 2017 wurde hier die Gedenkinstallation der Künstlerin Ulla von Brandenburg in den Gehweg eingelassen.
In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der Veranstaltung bei lesbischen und transidenten Opfern.
Es sprechen:
- Ariane Rüdiger, Forum Queeres Archiv, München
- Marion Lüttig, Stadträtin, Bündnis 90/Die Grünen und Rosa Liste München
- Sabine Holm, LesbenSalon, berichtet vom vergessenen Schicksal der Wirtin der Ika-Stuben in Hamburg
- Patricia Sophie Schüttler, Rosa Liste München, beleuchtet das Schicksal transidenter Menschen
Nach den Redebeiträgen wird es einen Kerzenmarsch zum LeZ (Lesbisch Queeres Zentrum, Müllerstr. 26) geben, Eintritt frei.
Datum: 20.10 2023 Uhrzeit: 19:00 - 20:30 Ort: Oberanger/Ecke Dultstraße, Oberanger/Ecke Dultstraße, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenHomosexuelle Emanzipationsbewegung und sexueller Mißbrauch – Vortrag von Dr. Sven Reiß
Dr. Sven Reiß, Kulturwissenschaftler, wurde vom Sub im Rahmen der Reihe “Männerakademie” eingeladen:
Verbindungen zwischen homosexuellen Männern und so genannten Pädos und Päderasten haben eine lange Geschichte. Wirkmächtig zeigt sich bis heute das diskriminierende Stereotyp des homosexuellen “Knabenverführers”. Zugleich finden sich in der eigenen Bewegungsgeschichte zahlreiche aus heutiger Sicht irritierende Idealisierungen intergenerationeller Beziehungen zu Jungen wie auch eine bis in die 2000er Jahre reichende Solidarität mit Tätern sexualisierter Gewalt.
Diesen aus der Rückschau heraus unheilvollen Verbindungen wollen wir uns unter Einbeziehung der historischen Zusammenhänge kritisch annähern.
„Wir haben die Männerakademie einst gegründet, weil Männer spezifische Gesundheitsanliegen haben, um die sie sich viel zu wenig kümmern”, sagt Christopher Knoll von der Sub-Beratungsstelle für schwule Männer. “Wir wollen sie dafür sensibilisieren, die Relevanz der einzelnen Gebiete für sich zu hinterfragen.“
Weil viele Fragen aber nicht nur Männer beschäftigen, hat das Sub 2023 erstmals auch allgemeine queere Themen in das Programm aufgenommen.
So diskutieren nun Schwule, Hetero- und trans* Männer sowie queere Menschen an vier Abenden in der Müllerstraße 14 gemeinsam mit Expert*innen.
Datum: 10.10 2023 Uhrzeit: 19:30 - 22:00 Ort: Sub – Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum, Müllerstraße 14, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenBrandhorst Flag Commission: Philipp Gufler
Die T-shirts können im Forum Queeres Archiv München und hier für 20 Euro plus Versandkosten in weiß, grau und hellblau bestellt werden.
Ab September 2023 bespielt der in Amsterdam und München lebende Künstler Philipp Gufler den Ort mit einer neuen Arbeit. Mit seiner charakteristischen Vorgehensweise rekontextualisiert er queere Geschichte in seinen oft textilbasierten Werken. Anstatt komplexe Überlagerungen wie in seinen Siebdrucken auf Stoffen und Spiegeln darzustellen, nutzt er für „Urning“ die visuelle Wirkungskraft des Mediums der Flagge.
Auf seinen Fahnen stellt Gufler den Juristen Karl Heinrich Ulrichs in Pop-Art-Ästhetik in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Ulrichs prägte den Begriff „Urning“, der in Anlehnung an den griechischen Gott Uranos erstmals die queere Identität durch eine positive Selbstbezeichnung formulierte. Am Deutschen Juristentag, der am 29. August 1867 im Münchner Odeon stattfand, forderte er Straffreiheit für gleichgeschlechtliche Liebe. Obwohl sich der Begriff „Urning“ nicht durchsetzen konnte, ist Ulrichs zu einer zentralen Inspirationsquelle für die queere Theorie geworden. Gufler verknüpft diese historische Bedeutung mit einer wegweisenden Plakataktion der Initiative Act Up München, die 1995 durch die Proteste der bayerischen Lokalpolitik bekannt wurde. Er aktualisiert die AIDS-Aufklärungskampagne und schafft eine Verbindung zwischen historischem Umgang mit queerer Identität und ihrer Relevanz innerhalb aktueller Debatten.
Datum: 09.09 2023 - 15.03 2024 Uhrzeit: Ganztägig Ort: Museum Brandhorst, Theresienstraße 35 a, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenOn Listening
Ashley Holmes, Forum Queeres Archiv München e.V. & Philipp Gufler, Helen Cammock, Hui Ye & Qu Chang, Jovana Reisinger, Maria Margolina mit einem Begleitprogramm u.a. von und mit Positionen – Texte zur aktuellen Musik, Radio 80000, Sapir von Abel
Ab September 2023 präsentiert der städtische Kunstraum Lothringer 13 Halle das Projekt On Listening, das internationale künstlerische Positionen, Theoretiker:innen, Schreibende Aktivist:innen, Audioarchive sowie Community Radiosender zusammenbringt, um Dynamiken von gesprochenen und auditiven Erzählungen zu befragen. Gemeinsam machen die Beiträge die Relevanz und Komplexität des Zuhörens vielperspektivisch erfahrbar und öffnen den Ausstellungsraum für den Austausch darüber.
Wem hören wir zu und was erzählen wir wem weiter? Welche Verweise auf soziale Strukturen sind in gesprochener Schilderung und Tonaufnahmen erhalten und zu entdecken? Was lässt sich aus Musik, Sampling, Audioaufnahmen und Musiksammlungen ablesen, die uns täglich begegnen? Was sagt uns das Erzählte über seine Zeit, seinen Ort und wie gehen wir damit in der Gegenwart um – gerade auch, wenn uns die Erzählungen losgelöst von ihren geografischen, zeitlichen und kulturellen Kontexten begegnen? Wie wichtig ist Zeug:innenschaft und Vielperspektivität für unser Verständnis von Geschehnissen, demokratischen Strukturen und gesellschaftlicher Entwicklung?
Zuhören – in Form der bewussten und aufmerksamen Zuwendung – ist ein wesentlicher Schritt zu gegenseitigem Verständnis und gesellschaftlicher Teilhabe sowie Entwicklung. Zuhören meint über das Vertraute und Bekannte hinauszutreten und sich anderen Perspektiven hinzuwenden. Im Zuhören steckt das Potenzial ausgrenzende Systeme durch emphatische und aufmerksame Orientierungen zu erkennen, indem wir über den eigenen Erfahrungsraum hinaushören. Besonders in Hinblick auf Privilegien, vorherrschende patriarchale, koloniale und kapitalistische Systeme, in denen bestimmte Stimmen dominieren und marginalisierte, diskriminierte und/oder strukturell ausgeschlossene Gruppen wenig gehört bleiben und/oder diese sich selbst Gehör verschaffen müssen, kann aktives Zuhören ein Werkzeug sein, diesen Strukturen entgegenzutreten und Raum für relevante, aber oft ungehörte Erzählungen und Erfahrungen zu schaffen.
Die Ausstellung möchte Zuhören als wesentlichen Handlungsraum für die Reflexion von sozialen Strukturen, Wissensproduktion, demokratischen Prozessen wahrnehmbar machen sowie für die Anerkennung von Traumata, die entgegen chronologischer Narrative auf unberücksichtigte Erzählungen und Stimmen verweisen. In der internationalen Gruppenausstellung werden künstlerische Arbeiten und Archivmaterial gezeigt, die besonders die Beziehung von Zuhörenden und Erzählenden reflektieren und dabei vielperspektivisch auditive Medien kontextualisieren und zugänglich machen.
Kuratiert von Christina Maria Ruederer
Datum: 08.09 2023 - 12.11 2023 Uhrzeit: Ganztägig Ort: Lothringer 13 Halle, Lothringer Straße 13, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenLet´s Talk About Art – Dialogführung
Zur Ausstellung „Nicole Eisenman. What Happened“ werden Gäst*innen aus der LGBTIQ*-Community eingeladen. Viele der Arbeiten Nicole Eisenmans rufen die Erfahrungen queerer Menschen in New York auf. Finden wir Zusammenhänge mit der Szene in München? Mitglieder des Forum Queeres Archiv München stellen ausgesuchte Arbeiten von Nicole Eisenman aus ihrer Perspektive vor, dieses Mal mit Christine Bandilla. Beim anschließenden Talk im Café gibt es Gelegenheit, mehr über den Verein zu erfahren.
Der Preis für die Führung ist bereits im Eintrittpreis enthalten.
Datum: 17.08 2023 Uhrzeit: 18:30 - 19:30 Ort: Museum Brandhorst, Theresienstraße 35 a, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenCSD München
Das CSD-Straßenfest findet am 24./25. Juni 2023 statt. Auch dieses Jahr ist das Forum wieder mit einem Infostand vertreten. Die Infostände auf dem Straßenfest befinden sich dieses Jahr in der Kaufinger-, Rosen-, Wein- und Theatinerstraße.
Weitere Informationen zu den Infoständen finden Sie hier.
Datum: 24.06 2023 - 25.06 2023 Uhrzeit: 11:00 - 17:00 Ort: , ,
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenFührung durch das Archiv
Über 4.600 Bücher, mehr als 200 Zeitschriftentitel, außerdem Poster, Flyer, DVDs, T-Shirts, Buttons und, und, und … Das Archiv des Forums hat viel zu bieten! Im Rahmen der PrideWeek führen wir durch unsere Räume, stellen die gesammelten Materialien aus dem queeren Leben der letzten Jahrzehnte vor und freuen uns über interessante Gespräche.
Die Veranstaltung ist Teil der Pride Weeks 2023 des CSD München.
Achtung: Begrenzte Teilnehmer*innenzahl – bitte um vorherige Anmeldung unter: info@forummuenchen.org oder (089) 2326 9794
Datum: 22.06 2023 Uhrzeit: 18:00 - 19:00 Ort: Forum Queeres Archiv München e.V., Bayerstr. 77c Rgb. (leider nicht barrierefrei), München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenCosy Pièro & Philipp Gufler: LOVE PLANETS
23.06.2023 — 28.07.2023
ERÖFFNUNG: DONNERSTAG 22. JUNI, 19 UHR
“… In diesem intersektionalen Queering finden die heterogenen Oeuvres von Cosy Pièro und Philipp Gufler zusammen. So wie Pierós Arbeiten sich in den siebbedruckten Spiegeln von Gufler in der Ausstellung reflektieren, spiegelte ihr Schaffen auf Gufler als mehrere Generationen jüngeren Künstler zurück. Anlässlich der in Kollaboration mit Ruine München herausgegeben Publikation Cosy bei Cosy (2023), widmete er ihr eine Performance samt Kostüm, das in der Ausstellung zu sehen ist. Auf dem Gewand sind unter anderem Fotografien von Pièros Potenzial-Werkreihe bedruckt. In dieser buchstäblichen Zugewandtheit über räumliche und zeitliche Distanzen hinweg, bildet sich der Zukunftsmoment der Ausstellung heraus: Queer Futurity überwindet hier den utopischen Modus. Es ist kein Ersehnen einer queeren, nicht greifbaren Zukunftsrealität, sondern verwirklicht sich durch L(i)ebe in Form einer transgenerationalen Solidarität und Reflexion zweier Künstler*innen.”
(aus dem Pressetext zur Ausstellung von Mareike Schwarz)
Öffnungszeiten Galerie Françoise Heitsch
Mittw. – Fr. 14:00 – 19:00
Sa. 12:00 – 16:00
und jederzeit nach Anmeldung per E-Mail
Datum: 22.06 2023 - 28.07 2023 Uhrzeit: Ganztägig Ort: Galerie Françoise Heitsch, AMALIENSTR. 19, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klicken„Ein Stadtspaziergang“ – Geschichte der Lesben und Schwulen in München
Der ThemenGeschichtsPfad „Geschichte der Lesben und Schwulen in München“ führt durch manchmal bunte, manchmal düstere Epochen des Münchner Stadtlebens. Der Stadtspaziergang wird vom Forum Queeres Archiv München e.V. – LesBiSchwulTransInter* in Geschichte und Kultur – geführt, er bringt die Teilnehmenden an Orte zwischen Altstadt und Isarvorstadt, an denen schwullesbisches Leben damals und heute greifbar wird.
Die Veranstaltung ist Teil der Pride Weeks 2023 des CSD München. Veranstalter*innen: Forum Queeres Archiv München e.V. und Münchner Regenbogen-Stiftung
Anmeldung: www.muenchner-regenbogen-stiftung.de/ein-stadtspaziergang
Datum: 21.06 2023 Uhrzeit: 18:00 - 20:00 Ort: Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz, Am Glockenbach, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenAIDS als kollektives Trauma
Mit Philipp Gufler, Hanna Sammüller-Gradl u.a.
Datum: 20.06 2023 Uhrzeit: 19:00 - 20:30 Ort: NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenStadtführung Queere Geschichte in der nördlichen Innenstadt
Der Stadtspaziergang „Queere Geschichte in der nördlichen Münchner Innenstadt“ wird vom Forum Queeres Archiv München geführt und zeigt Orte zwischen dem Nordrand der Altstadt und dem Marienplatz, denen man ihre queeren Aspekte meist nicht mehr ansieht. Wir wollen damit die Allgegenwärtigkeit von LGBTIQ* in der Stadtgeschichte sichtbar machen.
Die Veranstaltung ist Teil der Pride Weeks 2023 des CSD München.
Anmeldung unter: info@forummuenchen.org oder (089) 23 26 97 94
Datum: 10.06 2023 Uhrzeit: 14:00 - 16:00 Ort: , ,
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenPaul Hoecker: gefeiert, geoutet, vergessen mit Stefan Gruhne und Christina Spachtholz
Paul Hoecker (1854-1910) prägte die Münchner Kunstszene des späten 19. Jahrhunderts. Als Professor an der Münchner Akademie der Bildenden Künste zählten nahezu alle Maler*innen der Künstlergruppe Die Scholle sowie viele Illustrator*innen der Zeitschriften Simplicissimus und Die Jugend zu seinen Schüler*innen.
Auch mit dem Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld tauschte sich Hoecker privat darüber aus, ‚kontrasexuell veranlagt‘, also schwul, zu sein. Als man in dem Modell seines gefeierten Werks Ave Maria einen Sexarbeiter wiedererkannte, kam es zum Skandal. Er wurde aus der Münchner Kunstszene ausgeschlossen und geriet langsam in Vergessenheit.
Stefan Gruhne und Christina Spachtholz vom Forum Queeres Archiv München e.V. geben einen Einblick in das Leben und Wirken von Paul Hoecker und sprechen über den Stand der aktuellen Forschung.
Datum: 19.04 2023 Uhrzeit: 19:00 - 20:30 Ort: NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenQueerer Rosenmontagsball
Nach zwei Jahren Pause darf endlich wieder gefeiert werden, dieses Jahr unter dem Motto:
All That Glitters!
Im Oberanger feiert die queere Community mit Freund*innen und Allies in einem geschützten Raum. Das beste Kostüm wird prämiert! Musikalisch startet DIE PRESSHOIBE mit Klassikern aus den 80er und 90er Jahren. Später löst ihn dann DJ SEBA ab, der aktuelle queere Sounds und die großen Pop/Rock-Hits mitbringt.
Tickets: 19 Euro (ermäßigt 13 Euro)
erhältlich im SUB und im SPEXTER; Restkarten an der Abendkasse (Cash only!)
Ermäßigung: Arbeitslose, Rentner*innen, Schüler*innen, Auszubildende, Studierende und Geflüchtete zahlen 19 € an den VVK-Stellen, bekommen die 6 € aber an der Abendkasse erstattet. Bringt bitte unbedingt einen Berechtigungsnachweis mit!
Veranstalter*in: Schwuler Rosenmontagsball GbR, bestehend aus SUB, Münchner Aids-Hilfe, Forum Queeres Archiv, MLC und RosaListe.
Es wird fancy. Kommt zahlreich!
Datum: 20.02 2023 - 21.02 2023 Uhrzeit: 20:00 - 4:00 Ort: Oberangertheater, Oberanger 38, München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenLiterarischer Abend mit einer Lesung aus den Schriften von Klaus Sigl (Gustl-Angstmann-Gedenkveranstaltung)
Klaus Sigl (1945-2015) war im November 1971 Mitgründer der ersten Homosexuellenorganisation in München. Jahrelang war er wichtiger Impulsgeber für eine schwule Bewegung in München. Sein literarischer Nachlass gibt einen spannenden Einblick in sein zeitkritisches, poetisches, aber auch immer recht humorvolles und erotisches Experimentieren mit Sprache und Dialekt. Zwei Wegbegleiter Sigls, Barbara Bauer und Daniel Fürst stellen Auszüge aus seinen Gedichten, Collagen und Tagebüchern vor, Albert Knoll beschreibt den historischen Rahmen, in dem Klaus Sigls Werk entstanden ist.
Bei Interesse bitte anmelden, unter: info@forummuenchen.org
Die Veranstaltung wird aufgezeichnet.
Datum: 31.01 2023 Uhrzeit: 19:00 - 21:00 Ort: Forum Queeres Archiv München e.V., Bayerstr. 77c Rgb. (leider nicht barrierefrei), München
Diesen Termin in Deinem Kalender abspeichern? Bitte hier klickenCosy bei Cosy – Ein Fanzine über die Künstlerin Cosy Pièro und ihre Bar Bei Cosy
Herzliche Einladung zur Veröffentlichungsfeier von
Cosy bei Cosy – Ein Fanzine über die Künstlerin Cosy Pièro und ihre Bar Bei Cosy
von Maria VMier, Jan Erbelding, Leo Heinik (Ruine München) & Philipp Gufler
Cosy Pièro ist Malerin, Objekt- und Installationskünstlerin und betrieb 20 Jahre lang die legendäre queere Künstler*innenkneipe Bei Cosy, wo sie selbstgeschriebene Chansons aufführte. Sie gründete die Werkstatt Brücke 7, eine Produzent*innengalerie mit Ateliers, in denen Künstler*innen wie Rabe perplexum oder das Kollektiv minimal club arbeiteten. Zuletzt wurde sie im Oktober 2022 mit dem Kunstpreis der Stadt München für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Die Arbeit an dieser Publikation hat Ruine München vor über einem Jahr begonnen. Seitdem haben sie viele, aber längst nicht alle Arbeiten von Cosy fotografiert. Ruine München hat nicht nur die Werke dokumentiert, die sich noch zuhause bei ihr und ihrer Ehefrau Annelore Osmers befinden, sondern auch langjährige Weggefährt*innen und Sammler*innen wie Hilde Graeb, Bärbel Junge, Ulla Jarusch und Georg Schweisfurth besucht. Sie waren großzügige Gastgeber*innen und haben Ruine München nicht nur ihr Vertrauen, sondern auch ihre Zeit geschenkt, ihre Erinnerungen an Cosy und ihrer Kunst mit uns geteilt.
Cosy bei Cosy wäre nicht möglich ohne die vertrauensvolle Kollaboration mit dem Künstler Philipp Gufler. Gemeinsam mit The Publik Universal Frxnd hatte er bei FLORIDA Lothringer13 und Rongwrong Amsterdam bereits 2015 und 2017 temporäre Bars als Hommage an das Bei Cosy realisiert. Seit dieser Zusammenarbeit sind Cosy und Philipp freundschaftlich verbunden.
Zur Veröffentlichung von Cosy bei Cosy am 28. Januar 2023 findet um 18.30 Uhr ein Screening des Fernsehportraits über Cosy Pièro aus der Reihe „Frauengeschichten” (1985, Regie: Gabriele von Arnim) mit einer kurzen performativen Lesung von Philipp Gufler im Werkstattkino statt. Im Anschluss wird die Publikation mit Getränken im LeZ – Lesbisch-Queeres Zentrum präsentiert.
18.30 Uhr, Screening „Frauengeschichten” und performative Lesung von Philipp Gufler
im Werkstattkino (Fraunhoferstraße 9)
Da die Plätze im Kino begrenzt sind, bitten wir um verbindliche Voranmeldung unter mail@ruine-muenchen.de
20 – 22 Uhr, Release der Publikation
im LeZ – Lesbisch-Queeres Zentrum (Müllerstraße 26)
(Ohne Anmeldung)
Herausgeber*innen: Jan Erbelding, Leo Heinik, Maria VMier & Philipp Gufler
Graphik: Maria VMier, Jan Erbelding
Bildbearbeitung: Jan Erbelding
Text: Ruine München
Cosy bei Cosy – Ein Fanzine über die Künstlerin Cosy Pièro und ihre Bar Bei Cosy erscheint im Hammann von Mier Verlag, München 2023
ISBN: 978-3-947250-52-3
Mit freundlicher Unterstützung durch das Forum Queeres Archiv München e.V. – LesBiSchwulTransInter* in Geschichte und Kultur, das Deutsche Ledermuseum, den Bayerischen Rundfunk, das Werkstattkino, das LeZ – Lesbisch-Queeres Zentrum München, sowie den Bezirksausschuss 2 (Ludwigsvorstadt und Isarvorstadt) der Landeshauptstadt München.
Datum: 28.01 2023 Uhrzeit: 18:30 - 22:00 Ort: Lez – lesbisch-queeres Zentrum München, Müllerstraße 26, 80469 München
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